DETECT WISSENSDATENBANK | EINSTIEG IN DIE METALLSUCHE
Du hast deinen ersten Metalldetektor gekauft und möchtest endlich loslegen? In diesem Ratgeber begleiten wir dich vom erlaubten Suchplatz über die Einstellungen und die richtige Schwenktechnik bis zu deinem ersten Fund.
Für deinen ersten Suchtag ist nicht entscheidend, ob du sofort eine alte Münze findest. Viel wichtiger ist, dass du deinen Detektor kennenlernst und ein Gefühl für seine Signale bekommst.
Dein erster Suchtag in sieben Schritten
SCHRITT 1
Wo darfst du mit einem Metalldetektor suchen?
Ein ruhiges, übersichtliches Gelände eignet sich besonders gut für den Einstieg. Bevor du loslegst, prüfe die örtlichen Vorschriften, mögliche Schutzgebiete und die Bedingungen des Grundstückseigentümers.
Besonderheit in den Niederlanden: Für die archäologische Metallsuche gilt unter bestimmten Voraussetzungen eine Ausnahme für Eingriffe bis höchstens 30 cm Tiefe. Sie gilt beispielsweise nicht auf geschützten archäologischen Denkmälern oder an laufenden Ausgrabungen. Die Regel ist keine allgemeine Erlaubnis für alle Grundstücke und gilt nicht automatisch in Deutschland oder anderen Ländern.
Hole immer die Zustimmung des Eigentümers oder einer anderen berechtigten Person ein. Respektiere Pflanzen, Tiere und landwirtschaftliche Arbeiten.
SCHRITT 2
Was gehört in deine Tasche?
Für den Anfang brauchst du keine umfangreiche Sammlung an Zubehör. Wichtig sind ein einsatzbereiter Metalldetektor, geeignete Kleidung, Wasser und ein Telefon. Für erlaubte Grabungen sind ein Spaten oder Grabmesser, eine Fundtasche und möglichst ein Pinpointer hilfreich.
Lade deinen Detektor und gegebenenfalls den Pinpointer oder die Funkkopfhörer am Vorabend auf. Nimm auch eine Möglichkeit mit, ungefährlichen Metallschrott getrennt von deinen Funden aufzubewahren.
Ein Pinpointer ist nicht vorgeschrieben, erleichtert aber das genaue Auffinden kleiner Gegenstände erheblich.
SCHRITT 3
Wie stellst du den Detektor zum ersten Mal ein?
Starte mit einem vom Hersteller empfohlenen Standardprogramm für dein Gelände. Stelle die Länge des Gestänges so ein, dass du entspannt mit möglichst geradem Rücken suchen kannst.
Achte auf eine angenehme Lautstärke. Beginne mit der empfohlenen Empfindlichkeit und reduziere sie bei häufigen Fehlsignalen. Falls dein Gerät einen Bodenabgleich oder eine Störungsunterdrückung benötigt, befolge die Anleitung.
Übe mit einer Münze und einem sicheren Eisengegenstand. Vergleiche Töne und die angezeigten Target-ID-Werte. Ändere nicht gleich mehrere Einstellungen auf einmal.
SCHRITT 4
Wie schwenkst du die Suchspule richtig?
Führe die Suchspule ruhig von einer Seite zur anderen und halte sie möglichst parallel und dicht über dem Boden. Vermeide es, sie am Ende jeder Bewegung nach oben zu ziehen.
Gehe langsam vorwärts und lasse die aufeinanderfolgenden Schwenkbahnen leicht überlappen. So entstehen weniger ungesuchte Streifen.
Die optimale Geschwindigkeit hängt vom Gerät und Suchprogramm ab. Eine gleichmäßige Bewegung ist für Anfänger wichtiger als ein besonders hohes Tempo.
SCHRITT 5
Was bedeutet dein erstes Signal?
Ein Signal bedeutet zunächst nur, dass dein Gerät auf etwas reagiert. Eine Target ID liefert Hinweise auf die Eigenschaften eines Metallobjekts, aber keine sichere Bestimmung von Münze, Ring oder Abfall.
Schwenke erneut über die Stelle. Kommt das Signal wiederholt an ungefähr derselben Position? Prüfe nach Möglichkeit auch aus einer anderen Richtung. Größe, Tiefe, Form und Bodenverhältnisse können die Anzeige beeinflussen.
Auch Kronkorken, Aluminium und Eisen können klare Signale erzeugen. Gerade am Anfang lernst du viel, wenn du sichere und erlaubte Signale mit dem tatsächlichen Fund vergleichst.
SCHRITT 6
Wie birgst du deinen ersten Fund sorgfältig?
Grabe nur dort, wo das erlaubt und sicher ist. Bestimme die Position möglichst genau, etwa mit der Pinpoint-Funktion oder einem Pinpointer. Öffne den Boden vorsichtig und störe nur so viel Erde wie nötig.
Prüfe die entnommene Erde erneut und entnimm den Gegenstand behutsam. Fülle das Loch wieder vollständig und setze die Grasnarbe zurück. Nimm ungefährlichen Metallschrott mit.
Sicherheit: Wenn du Munition, einen möglichen Sprengkörper oder einen anderen gefährlichen Gegenstand vermutest, berühre und bewege ihn nicht. Halte Abstand und informiere die zuständigen Einsatzkräfte. Bei akuter Gefahr in den Niederlanden: 112. Bei mehreren möglicherweise zusammengehörenden archäologischen Funden solltest du die Stelle nicht weiter stören.
SCHRITT 7
Was machst du nach dem Suchtag?
Sortiere deine Funde und notiere bei möglichen historischen Objekten den Fundort, das Datum und weitere Umstände. Fotografiere sie und reinige alte oder empfindliche Gegenstände nicht unüberlegt mit harten Bürsten oder aggressiven Mitteln.
In den Niederlanden müssen archäologische Funde gemeldet werden, etwa über PAN oder die Rijksdienst voor het Cultureel Erfgoed (RCE). In anderen Ländern gelten eigene Meldepflichten.
Reinige und trockne deine Ausrüstung nach Herstellerangaben. Überlege, welche Signale du besser verstehen möchtest und was du beim nächsten Mal anders machen willst.
Checkliste vor deinem ersten Suchtag
- Suchgebiet und örtliche Regeln geprüft
- Erlaubnis des Eigentümers eingeholt
- Akku oder Batterien kontrolliert
- Passendes Standardprogramm ausgewählt
- Grabwerkzeug nur für erlaubte Stellen eingepackt
- Fundtasche, Telefon, Wasser und passende Kleidung dabei
- Verhalten bei gefährlichen Funden und Meldepflichten bekannt
Fünf typische Anfängerfehler
- Zu schnell über das Gelände laufen
- Die Suchspule zu hoch halten
- Ständig die Einstellungen verändern
- Sich nur auf hohe Target-ID-Zahlen verlassen
- Bei jedem Piepton einen Schatz erwarten
Häufige Fragen zum ersten Suchtag
Welches Suchprogramm ist für Anfänger geeignet?
Beginne mit dem Standardprogramm, das der Hersteller für das jeweilige Gelände empfiehlt.
Ist ein Pinpointer notwendig?
Nein, aber er spart beim Orten kleiner Ziele oft viel Zeit.
Wie tief darf ich graben?
Das hängt vom Land, dem Gelände und den geltenden Regeln ab. Die niederländische Ausnahme bis 30 cm gilt nur unter bestimmten Bedingungen.
Muss ich alte Funde melden?
In den Niederlanden sind archäologische Funde meldepflichtig. In anderen Ländern prüfst du die jeweils geltenden Vorschriften.
Rechtlicher Hinweis: Die hier genannten Regeln und Meldestellen beziehen sich auf die Niederlande. Für die Suche in Deutschland, Österreich oder anderen Ländern musst du die jeweils geltenden Regeln prüfen. Offizielle niederländische Regeln →
Mehr für deinen Einstieg
Dein erster Fund beginnt mit einem guten Start
Bei Detect Metaaldetectors beraten wir dich gerne zu Detektoren, Einstellungen und sinnvollem Zubehör. In unserem Showroom in Almelo kannst du verschiedene Modelle ausprobieren und vergleichen.
