DETECT WISSENSDATENBANK | SUCHTIPPS & TECHNIKEN
Auf einem Acker arbeitet dein Metalldetektor perfekt. Am nächsten Suchort hörst du bei jeder Bewegung ungewöhnliche Signale. Liegt so viel Metall im Boden, ist dein Detektor falsch eingestellt oder reagiert das Gerät auf den Boden selbst?
Bei der Metallsuche spielt die Zusammensetzung des Bodens eine wichtige Rolle. Eisenhaltige Mineralien, Salz und andere Bodeneigenschaften können die Signale beeinflussen. Mit einem passenden Bodenabgleich kann dein Detektor diese Bodenreaktionen besser verarbeiten.
In diesem Ratgeber von Detect Metaaldetectors erklären wir, was Mineralisierung und Ground Balance bedeuten, wann du den Bodenabgleich anpassen solltest und wie du stabiler suchen kannst. Mit praktischen Beispielen für Äcker, Strände und den XP DEUS II.
Was bedeutet Ground Balance bei einem Metalldetektor?
Ground Balance, auch Bodenabgleich genannt, beschreibt die Art und Weise, wie ein Metalldetektor den Einfluss des Bodens auf das empfangene Signal verarbeitet.
Ein Detektor empfängt nämlich nicht nur Signale von Münzen, Schmuck und anderen Metallgegenständen. Auch der Boden kann eine elektromagnetische Reaktion verursachen.
Mit einem passenden Bodenabgleich kann der Detektor diese Hintergrundreaktion besser von den Signalen tatsächlicher Metallziele unterscheiden.
Der Boden enthält Stoffe oder besitzt Eigenschaften, die das Detektionssignal beeinflussen können.
Hilft dem Detektor, die Reaktion des Bodens zu kompensieren oder zu verarbeiten.
Je nach Bedingungen: ruhigeres Suchen und eine deutlichere Beurteilung der Metallziele.
Nicht jeder Metalldetektor verfügt über einen manuell einstellbaren Bodenabgleich. Manche Systeme verarbeiten Bodeneinflüsse weitgehend automatisch.
1. Was ist Bodenmineralisierung?
Wenn wir beim Sondengehen von Mineralisierung sprechen, meinen wir Eigenschaften des Bodens, die eine Reaktion des Detektors verursachen.
Vor allem magnetisch reagierende Bestandteile wie bestimmte Eisenoxide können die Detektion beeinflussen. Am Strand spielt außerdem die elektrische Leitfähigkeit von Salzwasser eine wichtige Rolle.
Warum reagiert ein Metalldetektor auf den Boden?
Ein Metalldetektor verwendet elektromagnetische Signale, um Metallgegenstände aufzuspüren. Das elektromagnetische Feld beeinflusst aber nicht ausschließlich einzelne Metallobjekte.
Auch natürliche Mineralien und leitfähige Bodenverhältnisse können ein Hintergrundsignal verursachen. Der Detektor muss diese Reaktion verarbeiten, um einen einzelnen Metallgegenstand erkennen zu können.
Wie macht sich stark mineralisierter Boden bemerkbar?
Abhängig vom Detektor und seinen Einstellungen können schwache oder tief liegende Ziele schwieriger zu erkennen sein. Die Target ID kann instabiler werden und manchmal entstehen unerwünschte Signale, wenn du die Suchspule bewegst.
Das bedeutet nicht automatisch, dass dein Detektor defekt ist. Manchmal sind die Bedingungen einfach schwieriger.
Der angezeigte Bodenabgleichwert ist nicht immer ein Maß für die Stärke der Mineralisierung. Bei einigen Detektoren werden die Art der Bodenreaktion und die Stärke der Mineralisierung getrennt dargestellt.
2. Welche Bodenarten beeinflussen deinen Metalldetektor?
Ein niederländischer Acker, ein Waldboden und ein nasser Salzwasserstrand können sehr unterschiedliche Reaktionen hervorrufen. Selbst innerhalb eines einzigen Geländes können sich die Bedingungen verändern.
| Gelände oder Boden | Mögliche Herausforderung | Praktischer Rat |
|---|---|---|
| Normaler Acker | Wechselnde Bodenreaktionen und einzelne Eisenreste | Beginne mit einem Allroundprogramm und überprüfe bei Bedarf den Bodenabgleich. |
| Eisenhaltiger Boden | Stärkere magnetische Bodenreaktionen | Verwende einen passenden Bodenabgleich und suche mit stabilen Einstellungen. |
| Historisches Siedlungsgebiet | Wechsel von Ziegeln, Eisen, Schlacke und unterschiedlichen Bodenverhältnissen | Prüfe die Vorschriften; Tracking ist hier nicht immer geeignet. |
| Trockener Strandsand | Je nach Ort relativ geringe oder spezielle Bodeneinflüsse | Verwende ein geeignetes Programm und prüfe die Stabilität. |
| Nasser Salzwassersand | Leitfähige Salzwasserreaktion, möglicherweise zusätzlich magnetischer schwarzer Sand | Verwende einen dafür geeigneten Detektor und ein entsprechendes Strandprogramm. |
Was sind Hot Rocks?
Unter Hot Rocks verstehen Sondengänger Steine oder örtlich begrenzte Bodenmaterialien, die eine auffällige Detektorreaktion auslösen. Das kann beispielsweise an ihren magnetischen Eigenschaften liegen.
Ein Hot Rock kann unter bestimmten Bedingungen wie ein Metallziel wirken. Wie gut der Detektor den Unterschied erkennt, hängt vom System und den gewählten Einstellungen ab.
Auf einem Gelände mit stark wechselnden Bodenbedingungen kann es schwieriger sein, eine Einstellung zu finden, die überall gleich gut funktioniert.
3. Woran erkennst du einen ungeeigneten Bodenabgleich?
Ein nicht passender Ground Balance-Wert kann unterschiedliche Erscheinungen verursachen. Allerdings darfst du nicht jedes ungewöhnliche Signal automatisch auf den Bodenabgleich zurückführen.
Mögliche Anzeichen
- Der Detektor reagiert, wenn du die Suchspule über möglichst metallfreiem Boden auf und ab bewegst.
- Beim Suchen auf stark reagierendem Boden entstehen unerwünschte Signale.
- Schwache Ziele lassen sich nur schwer von der Hintergrundreaktion unterscheiden.
- Die Zielidentifikation ist unter schwierigen Bodenbedingungen weniger stabil.
- An einem anderen Ort arbeitet der Detektor mit denselben Einstellungen deutlich ruhiger.
Bedeutet ein unruhiger Detektor immer, dass Ground Balance falsch eingestellt ist?
Nein. Elektronische Störungen, zu hohe Empfindlichkeit, lockere Verbindungen oder viel Metallschrott können ähnliche Probleme verursachen.
Deshalb ist es wichtig, zuerst herauszufinden, ob dein Detektor tatsächlich auf den Boden reagiert.
Hörst du vor allem Signale, wenn du die Spule über einer möglichst metallfreien Bodenstelle auf und ab bewegst? Dann solltest du den Bodenabgleich überprüfen. Treten dagegen auch Störungen auf, wenn die Spule stillgehalten wird und sich nicht in der Nähe von Metall befindet, kann elektromagnetische Interferenz eine Rolle spielen.
4. Automatischer, manueller Bodenabgleich und Tracking
Nicht alle Metalldetektoren verarbeiten Bodensignale auf die gleiche Weise. Es gibt unter anderem feste, automatische, manuelle und kontinuierlich nachgeführte Bodenabgleichverfahren.
Feste Bodeneinstellung
Manche Detektoren verwenden eine feste oder weitgehend voreingestellte Bodenkompensation. Das erleichtert die Bedienung, bietet aber weniger direkte Kontrolle.
Automatische Messung
Der Detektor ermittelt auf Anforderung einen passenden Bodenabgleichwert. Je nach Hersteller heißt die Funktion beispielsweise Auto GB, Pumping oder GRAB.
Manueller Bodenabgleich
Du kannst selbst einen Wert einstellen. Das bietet Kontrolle, erfordert aber Kenntnisse über die Bodenreaktion und das verwendete Detektionssystem.
Tracking
Der Detektor versucht, seinen Bodenabgleich während der Suche automatisch an Veränderungen des Bodens anzupassen.
Ist automatischer Bodenabgleich besser?
Nicht automatisch. Eine gut entwickelte automatische Bodenverarbeitung kann sehr angenehm sein. Manche erfahrenen Sondengänger möchten unter bestimmten Bedingungen jedoch mehr Kontrolle haben.
Auch Tracking eignet sich nicht für jeden Boden. Wenn sich die Reaktion ständig durch einzelne Metallstücke, Ziegel oder andere örtliche Störungen verändert, kann ein automatisch ermittelter Durchschnitt weniger nützlich sein.
Mehr Einstellmöglichkeiten bedeuten nicht automatisch bessere Leistung. Die richtige Methode hängt vom Gelände und deinem Detektor ab.
5. Wie stellst du Ground Balance an einem Metalldetektor ein?
Verfügt dein Metalldetektor über eine automatische Bodenabgleichmessung? Dann kannst du sie häufig in wenigen Schritten durchführen. Die genauen Tasten und Abläufe unterscheiden sich je nach Gerät.
Allgemeine Schritt-für-Schritt-Anleitung
- Wähle ein geeignetes Suchprogramm. Verwende beispielsweise das empfohlene Programm für Äcker oder den jeweiligen Untergrund.
- Suche eine möglichst metallfreie Bodenstelle. Überprüfe, dass sich kein offensichtlicher Metallgegenstand unter der Suchspule befindet.
- Öffne die Ground-Balance-Funktion. Wähle die automatische Messmethode, falls dein Detektor diese unterstützt.
- Führe die vorgeschriebene Bewegung aus. Bei einer Pumping- oder GRAB-Messung bewegst du die Suchspule gemäß der Bedienungsanleitung über dem Boden auf und ab.
- Warte auf eine gültige Messung. Beachte die Anzeige oder das Signal des Detektors.
- Prüfe das Ergebnis. Bewege die Spule erneut über dem Boden und höre, ob die unerwünschte Bodenreaktion abgenommen hat.
- Suche mit einer stabilen Einstellung weiter. Wiederhole das Verfahren nur, wenn die Bedingungen es erfordern oder der Hersteller es empfiehlt.
Was tun, wenn der Detektor keinen Wert ermitteln kann?
Eine fehlgeschlagene Bodenabgleichmessung bedeutet nicht automatisch einen Defekt. Der Boden kann zu wenig messbare Mineralisierung aufweisen, sehr uneinheitlich sein oder es kann sich Metall unter der Suchspule befinden.
Versuche es an einer anderen möglichst metallfreien Stelle und befolge die Anleitung. Wähle nicht einfach einen extrem niedrigen oder hohen Wert, nur weil die Messung nicht gelingt.
Wann musst du den Bodenabgleich erneut durchführen?
Zum Beispiel dann, wenn du auf eine deutlich andere Bodenart wechselst und bemerkst, dass der Detektor anders reagiert. Auf relativ gleichmäßigem Boden kann eine vorhandene Einstellung weiterhin hervorragend funktionieren.
Verändere Ground Balance nicht ständig. Überprüfe zuerst, ob der Detektor tatsächlich unter der Bodenreaktion leidet. Auf ruhigem Boden kann bereits das Standardprogramm ausgezeichnet funktionieren.
6. Ground Balance beim XP DEUS II einstellen
Der XP DEUS II bietet verschiedene Möglichkeiten zur Verarbeitung von Bodenreaktionen. Für die normale Suche an Land ist die GRAB-Funktion eine praktische Methode zur Ermittlung des Bodenwertes.
Was ist GRAB bei XP?
Mit GRAB lässt du den DEUS II die Bodenreaktion messen, während du die Suchspule gemäß den XP-Anweisungen über einer möglichst metallfreien Bodenstelle auf und ab bewegst.
Der Detektor verwendet diese Messung anschließend zur Anpassung des Bodenabgleichs.
Wie verwendest du GRAB?
- Wähle ein geeignetes Suchprogramm.
- Überprüfe, dass sich kein offensichtliches Metallziel unter der Suchspule befindet.
- Öffne das Ground-Balance-Menü und wähle GRAB.
- Führe die Messbewegung gemäß der Anleitung für deinen DEUS II und deine Softwareversion aus.
- Überprüfe, ob das Bodensignal abnimmt und die Messung stabil ist.
XP beschreibt GRAB als eine schnelle und genaue Methode. Die genaue Bedienung unterscheidet sich zwischen Fernbedienung und verschiedenen Kopfhörerkonfigurationen.
Was ist Tracking beim XP DEUS II?
Tracking versucht, den Bodenabgleich kontinuierlich anzupassen. Das kann nützlich sein, wenn sich die natürliche Mineralisierung langsam und relativ gleichmäßig verändert.
Auf Flächen mit vielen wechselnden örtlichen Störungen, beispielsweise alten Siedlungsspuren, Ziegeln, Eisenresten und Schlacke, ist Tracking nicht immer die beste Wahl. XP empfiehlt in solchen Situationen häufig GRAB.
Kann ich Ground Balance auch manuell einstellen?
Beim DEUS II ist der manuelle Bodenabgleich laut XP-Bedienungsanleitung im Programm DEUS MONO verfügbar. Für FMF-Programme verwendet der Detektor andere Möglichkeiten, darunter GRAB.
Gehe deshalb nicht davon aus, dass du einen manuellen Wert aus einem Video oder von einem anderen Detektor direkt übernehmen kannst.
Was ist Ground Stabilizer?
Der DEUS II besitzt in seinen Landprogrammen eine Funktion namens Ground Stabilizer. Damit kannst du beeinflussen, wie viele bodenbezogene Reaktionen durchgelassen oder unterdrückt werden.
Eine Einstellung mit geringerer Unterdrückung kann unter schwierigen Bedingungen zusätzliche Informationen hörbar machen, aber auch deutlich mehr Unruhe verursachen.
Eine stabilere Einstellung kann angenehmer sein, wenn du nicht ständig Bodenreaktionen hören möchtest.
Beginne beim DEUS II mit einem geeigneten Standardprogramm. Verwende GRAB, wenn die Bedingungen es erfordern, und lasse fortgeschrittene Ground-Stabilizer-Einstellungen zunächst auf ihrem Standardwert, bis du das normale Signalverhalten gut kennst.
7. Wie funktioniert der Bodenabgleich beim XP ICON und ICON X?
Auch der XP ICON und ICON X verwenden die FMF-Multifrequenztechnologie. Wie Bodeneinflüsse verarbeitet werden und welche Einstellungen zur Verfügung stehen, hängt vom jeweiligen System und seiner Software ab.
Die ICON-Serie wurde mit besonderem Augenmerk auf eine zugängliche Bedienung entwickelt. Deshalb musst du als Benutzer nicht automatisch alle Bodeneinstellungen eines umfangreicheren Systems wie des DEUS II selbst anpassen können.
Was ist beim Suchen mit einem XP ICON sinnvoll?
- Beginne mit einem für das Gelände geeigneten Standardprogramm.
- Prüfe, ob der Detektor stabil arbeitet.
- Verwende verfügbare Boden- oder Störungseinstellungen gemäß der aktuellen ICON-Bedienungsanleitung.
- Versuche nicht, DEUS-II-Einstellungen wortwörtlich zu übernehmen.
- Reduziere gegebenenfalls die Empfindlichkeit, wenn der Detektor weiterhin unruhig reagiert.
Wichtig: XP DEUS II und XP ICON sind unterschiedliche Systeme. Dass beide FMF verwenden, bedeutet nicht, dass sie identische Menüs, Werteskalen oder Einstellverfahren besitzen.
Bei Detect helfen wir dir gerne mit den spezifischen Einstellungen deines XP-Modells.
8. Bodenabgleich auf nassem Salzwassersand: Warum ist das anders?
Die Suche auf nassem Salzwassersand stellt andere Anforderungen an einen Metalldetektor als die Suche auf einem normalen Acker.
Salzwasser leitet elektrischen Strom und kann dadurch eine starke Reaktion hervorrufen. Besonders bei Detektoren, die nicht speziell für diese Bedingungen entwickelt wurden, kann das zu unruhigen Signalen führen.
Verwende einen geeigneten Strandmodus
Ein geeigneter Strandmodus kombiniert häufig verschiedene Formen der Signalverarbeitung, um besser mit der leitfähigen Salzwasserreaktion umzugehen.
Allein die normale Ground Balance-Einstellung anzupassen, reicht nicht immer aus, um nassen Salzwassersand richtig zu verarbeiten.
Was ist schwarzer Sand?
An manchen Stränden findest du dunklen oder schwarzen Sand mit magnetisch reagierenden Mineralien. Das ist eine andere Herausforderung als ausschließlich die leitfähige Reaktion des Salzwassers.
Ein Detektor kann daher sowohl mit Salzeinflüssen als auch mit magnetischer Mineralisierung konfrontiert werden.
XP DEUS II am Strand
Der DEUS II verfügt über spezielle Strandprogramme und Einstellungen für den Umgang mit nassem Salzwassersand. Auch die Verarbeitung magnetisch reagierender Bodenbestandteile kann Teil der Einstellung sein.
Verwende dafür die entsprechenden Strandprogramme und halte dich an die XP-Anweisungen. Übernimm Einstellungen für normales Ackerland nicht einfach für den Strand.
Ein Detektor mit wasserdichter Suchspule ist nicht automatisch vollständig untertauchbar. Überprüfe die Wasserdichtigkeit des gesamten Systems, die geeigneten Kopfhörer und die örtlichen Vorschriften, bevor du im oder am Wasser suchst.
9. Bodenreaktion oder elektronische Störung: Was ist der Unterschied?
Wenn dein Detektor unruhig arbeitet, ist es wichtig, die Ursache zu erkennen. Ground Balance ist nämlich nicht die Lösung für jede Art von Störung.
| Was bemerkst du? | Mögliche Ursache | Was solltest du prüfen? |
|---|---|---|
| Töne beim Auf- und Abbewegen über metallfreiem Boden | Bodenreaktion | Bodenabgleich und Suchprogramm |
| Unruhe, selbst wenn die Spule still und fern von Metall gehalten wird | Mögliche elektronische Störung | Umgebung und Störungsunterdrückung |
| Viele kurze Signale auf eisenhaltigem Gelände | Tatsächliche Metallziele oder gemischte Signale | Reaktionsgeschwindigkeit, Audio und Zieltrennung |
| Unruhe auf nassem Salzwassersand | Salzreaktion, möglicherweise mit magnetischer Mineralisierung | Geeigneter Strandmodus und zugehörige Einstellungen |
Solltest du die Empfindlichkeit sofort reduzieren?
Nicht immer. Überprüfe zuerst, ob der Detektor auf den Boden, auf Metallziele oder auf eine Störquelle reagiert.
Eine geringere Empfindlichkeit kann die Stabilität verbessern, beseitigt aber nicht unbedingt die ursprüngliche Ursache.
Die richtige Reihenfolge lautet: Ursache untersuchen, geeignete Einstellungen prüfen und erst danach gezielt anpassen.
10. Sieben praktische Tipps für stabiles Suchen auf schwierigem Boden
Tipp 1. Verwende zuerst ein geeignetes Standardprogramm
Das bietet dir eine verlässliche Ausgangsbasis, um das normale Verhalten deines Detektors kennenzulernen.
Tipp 2. Prüfe den Boden, bevor du Einstellungen veränderst
Nicht jeder unruhig arbeitende Detektor hat einen falschen Bodenabgleich. Achte auch auf elektromagnetische Störungen und Metallschrott.
Tipp 3. Miss an einer möglichst metallfreien Stelle
Bei einem automatischen Bodenabgleich kann ein vergrabener Metallgegenstand die Messung beeinflussen.
Tipp 4. Passe Einstellungen nur an, wenn es sinnvoll ist
Auf ruhigem, schwach reagierendem Boden ist ein ständiger neuer Bodenabgleich oft unnötig.
Tipp 5. Bewege die Suchspule ruhig und gleichmäßig
Eine Spule, die am Ende jedes Schwenks nach oben gezogen wird oder auf den Boden stößt, kann die Beurteilung der Signale erschweren.
Tipp 6. Verwende nicht immer die höchste Empfindlichkeit
Ein stabil arbeitender Detektor kann schwache Ziele oft angenehmer hörbar machen als ein Gerät, das ständig unerwünschte Signale ausgibt.
Tipp 7. Unterscheide zwischen Bodenreaktionen und Metallverschmutzung
Ein Bodenabgleich gleicht kein Gelände voller Nägel aus. Auf solchen Flächen spielen auch Suchspulengröße, Reaktionsgeschwindigkeit und Signalerkennung eine Rolle.
Ein guter Bodenabgleich hilft deinem Detektor, den Boden besser zu verarbeiten. Es geht aber nicht darum, jede Bodenreaktion um jeden Preis zu unterdrücken. Entscheidend ist, dass du tatsächliche Metallsignale möglichst deutlich beurteilen kannst.
11. Fünf häufige Fehler beim Bodenabgleich
1. Glauben, dass jedes Piepen durch Mineralisierung entsteht
Auch einzelne Metallgegenstände, Störquellen und Einstellungen können unerwünschte Signale verursachen.
2. Den Bodenabgleich über Metall messen
Ein Metallziel unter der Suchspule kann eine automatische Messung unzuverlässig machen.
3. Einen beliebigen Wert aus dem Internet übernehmen
Ein Bodenabgleichwert von einem anderen Detektor oder Standort muss nicht zu deinen Bedingungen passen.
4. Tracking immer eingeschaltet lassen
Kontinuierliche Nachführung kann hilfreich sein, funktioniert aber auf stark wechselndem oder metallbelastetem Boden nicht immer optimal.
5. Glauben, dass ein niedrigerer Wert automatisch mehr Suchtiefe bringt
Bei bestimmten Systemen kann eine veränderte Bodeneinstellung mehr Signale hörbar machen, aber auch mehr Instabilität verursachen. Eine allgemeingültige Regel gibt es nicht.
Bodenabgleich und Mineralisierung zusammengefasst
- Mineralisierung und leitfähige Bodenbedingungen können Detektionssignale beeinflussen.
- Ground Balance hilft dem Detektor, diese Bodenreaktion zu verarbeiten.
- Nicht jeder Detektor benötigt eine manuelle Ground-Balance-Einstellung.
- Eine automatische Messung erfolgt über einer möglichst metallfreien Bodenstelle.
- Tracking kann bei allmählichen Bodenveränderungen nützlich sein, ist aber nicht überall geeignet.
- Der XP DEUS II bietet unter anderem GRAB und Tracking.
- Nasser Salzwassersand erfordert einen geeigneten Strandmodus und eine passende Salzverarbeitung.
- Ein unruhig arbeitender Detektor hat nicht automatisch einen falschen Bodenabgleich.
Häufig gestellte Fragen zu Bodenabgleich und Mineralisierung
Was ist Ground Balance bei einem Metalldetektor?
Ground Balance, oder Bodenabgleich, hilft dem Metalldetektor, die Bodenreaktion zu verarbeiten und Metallziele besser von Bodensignalen zu unterscheiden.
Was ist Bodenmineralisierung?
Beim Sondengehen sind damit Bodeneigenschaften gemeint, beispielsweise magnetisch reagierende Mineralien, die das empfangene Signal beeinflussen.
Muss ich Ground Balance immer einstellen?
Nein. Manche Detektoren verarbeiten Bodeneinflüsse automatisch. Auch auf ruhigem Boden kann die Standardeinstellung gut funktionieren. Befolge die Empfehlungen für dein Modell.
Wie stelle ich den Bodenabgleich meines Detektors ein?
Verwende das automatische Messverfahren, wenn dein Detektor es unterstützt. Wähle eine möglichst metallfreie Bodenstelle und bewege die Suchspule gemäß den Herstelleranweisungen.
Was ist GRAB beim XP DEUS II?
GRAB ist eine Funktion, mit der der DEUS II die Bodenreaktion misst und den Bodenabgleich entsprechend anpasst. Dafür führst du die vorgeschriebene Bewegung mit der Suchspule aus.
Was ist der Unterschied zwischen GRAB und Tracking?
GRAB ermittelt den Bodenabgleich zu einem bestimmten Zeitpunkt. Tracking versucht, den Abgleich während der Suche kontinuierlich an Bodenveränderungen anzupassen.
Warum funktioniert Ground Balance manchmal nicht?
Der Boden kann zu wenig messbare Mineralisierung enthalten, sehr ungleichmäßig sein oder es kann Metall unter der Suchspule liegen. Überprüfe die Bedingungen und lies die Anleitung.
Kann ein falscher Bodenabgleich Suchtiefe kosten?
Unter bestimmten Bedingungen kann ein ungeeigneter Bodenabgleich schwache Ziele schwerer erkennbar machen. Die tatsächliche Auswirkung hängt von Detektor, Ziel und Boden ab.
Ist Ground Balance dasselbe wie Noise Cancel?
Nein. Ground Balance hilft bei Bodenreaktionen. Noise Cancel dient dazu, bestimmte elektronische Störungen beziehungsweise Interferenzen zu verringern.
Welche Ground Balance verwende ich auf nassem Salzwassersand?
Verwende das geeignete Strandprogramm und die entsprechenden Herstelleranweisungen. Normale Landeinstellungen eignen sich nicht automatisch für leitfähige Salzwasserbedingungen.
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Als offizieller XP-Importeur für die Niederlande verfügen wir über umfangreiche Kenntnisse zum XP DEUS II, ICON, ICON X und ihren Möglichkeiten. Darüber hinaus helfen wir bei Fragen zu anderen Marken und Detektoreinstellungen.
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