DETECT WISSENSDATENBANK | SUCHTIPPS & TECHNIKEN
Du suchst auf einem alten Acker und hörst überall Signale. Nägel, Eisenfragmente und hin und wieder ein schöner, klarer Piepton. Aber wie findest du heraus, ob zwischen all dem Eisen vielleicht eine interessante Münze liegt?
Auf solchen Flächen sind nicht nur Suchtiefe und Empfindlichkeit wichtig. Auch die Reaktionsgeschwindigkeit, die Diskriminierung und die Art, wie dein Detektor Eisen anzeigt, können einen großen Unterschied machen.
In diesem Ratgeber von Detect Metaaldetectors erklären wir, was Recovery Speed und Diskriminierung bewirken, wie du auf stark mit Metallabfällen belasteten Flächen suchst und welche Einstellungen dir beim XP DEUS II begegnen können. Mit praktischen Beispielen für Anfänger und erfahrene Sondengänger.
Was ist der Unterschied zwischen Reaktionsgeschwindigkeit und Diskriminierung?
Die Reaktionsgeschwindigkeit beeinflusst, wie schnell ein Metalldetektor aufeinanderfolgende Signale verarbeitet und einzelne Ziele voneinander unterscheiden kann.
Die Diskriminierung bestimmt, welche Signalkategorien unterdrückt oder anders wiedergegeben werden, abhängig vom Detektor und dem gewählten Audioprogramm.
Hilft dabei, dicht beieinanderliegende Metallziele als getrennte Signale zu erkennen.
Bestimmt, welche Zielkategorien dein Detektor durchlässt, unterdrückt oder mit einem anderen Ton wiedergibt.
Die Fähigkeit, beispielsweise eine Münze und einen danebenliegenden Nagel getrennt wahrzunehmen.
Auf einem sauberen Acker kann eine niedrigere Reaktionsgeschwindigkeit vorteilhaft sein. Zwischen vielen Eisenteilen kann eine höhere Reaktionsgeschwindigkeit dagegen helfen, interessante Ziele zu erkennen. Die beste Einstellung hängt vom Gelände, vom Detektor und vom gesuchten Objekt ab.
1. Was bedeutet Reaktionsgeschwindigkeit bei einem Metalldetektor?
Wenn du die Suchspule über den Boden bewegst, kann der Detektor mehrere Metallgegenstände kurz hintereinander erfassen.
Stell dir vor, ein Eisennagel liegt nur wenige Zentimeter neben einer kleinen Münze. Der Detektor empfängt dann die Signale von zwei dicht beieinanderliegenden Gegenständen.
Mit der Reaktionsgeschwindigkeit, international häufig Recovery Speed und bei XP Reactivity genannt, beeinflusst du, wie schnell der Detektor aufeinanderfolgende Signale verarbeitet.
Was bedeutet Recovery Speed?
Eine höhere Reaktionsgeschwindigkeit hilft dem Detektor, einzelne Signale schneller zu verarbeiten. Dadurch lassen sich dicht beieinanderliegende Ziele möglicherweise besser als verschiedene Gegenstände hören.
Eine niedrigere Reaktionsgeschwindigkeit führt häufig zu einer längeren Signalantwort. Unter geeigneten Bedingungen kann das vorteilhaft sein, um bestimmte schwache oder tiefere Ziele wahrzunehmen.
Warum ist das auf einem alten Acker wichtig?
An manchen Orten befinden sich so viele Eisenreste im Boden, dass ein interessanter Metallgegenstand schwer zu erkennen ist. Ein Detektor mit guter Zieltrennung kann dort Vorteile bieten.
Die Reaktionsgeschwindigkeit ist jedoch nur ein Faktor. Auch Suchspule, Frequenz, Bodenbeschaffenheit, Schwenkgeschwindigkeit und Signalverarbeitung spielen eine Rolle.
2. Wann solltest du eine niedrige oder hohe Reaktionsgeschwindigkeit wählen?
Es ist verlockend, die Reaktionsgeschwindigkeit sofort möglichst hoch einzustellen. Der Detektor klingt dann oft kürzer und schneller. Das bedeutet jedoch nicht, dass diese Einstellung immer optimal ist.
Niedrigere Reaktionsgeschwindigkeit
Interessant bei: relativ sauberen, gleichmäßigen Flächen mit wenigen dicht beieinanderliegenden Metallgegenständen.
Möglicher Vorteil: längere Signale und unter geeigneten Bedingungen eine günstige Reaktion auf bestimmte tiefere Ziele.
Zu beachten: dicht beieinanderliegende Ziele lassen sich möglicherweise schlechter getrennt erkennen.
Höhere Reaktionsgeschwindigkeit
Interessant bei: Äckern mit Nägeln, Eisenresten oder mehreren dicht beieinanderliegenden Zielen.
Möglicher Vorteil: kürzere, besser getrennte Signale, wodurch unterschiedliche Metallziele leichter erkannt werden können.
Zu beachten: bestimmte schwache oder tiefere Ziele können weniger deutlich angezeigt werden.
Suchst du mit einer höheren Reaktionsgeschwindigkeit weniger tief?
Bei einem einfachen Lufttest kann eine niedrigere Reaktionsgeschwindigkeit bei bestimmten Zielen ein stärkeres oder längeres Signal erzeugen. Auf einer Fläche mit vielen Eisenteilen kann eine höhere Einstellung dagegen dafür sorgen, dass du einen interessanten Fund überhaupt erst erkennst.
Die größte theoretische Erkennungstiefe ist also nicht immer gleichbedeutend mit der besten praktischen Leistung.
Beurteile die Reaktionsgeschwindigkeit nicht nur anhand eines Lufttests. Achte vor allem darauf, ob du an deinem Suchort einzelne Signale unterscheiden kannst. Eine Münze, die zwischen Eisen hörbar wird, ist in der Praxis wichtiger als ein paar zusätzliche Zentimeter bei einem frei liegenden Testgegenstand.
3. Eine Münze zwischen Nägeln erkennen: Wie funktioniert Zieltrennung?
Stell dir vor, an einem erlaubten Suchort liegen zwei Eisennägel dicht neben einer alten Kupfermünze.
Wenn sich die Suchspule darüber bewegt, kann das Eisen das Münzsignal teilweise überdecken. Dies wird auch Maskierung genannt.
Was ist Eisenmaskierung?
Bei der Eisenmaskierung führt nahegelegenes Eisen dazu, dass ein anderes Metallziel weniger deutlich erkannt oder wiedergegeben wird.
Das kann passieren, weil sich Signale überschneiden, der Detektor bestimmte Ziele unterdrückt oder die gewählten Einstellungen die Gegenstände nicht ausreichend voneinander unterscheiden.
Wie kann eine höhere Reaktionsgeschwindigkeit helfen?
Eine höhere Reaktionsgeschwindigkeit kann dem Detektor helfen, schneller zwischen verschiedenen Zielen zu wechseln. Dadurch kann das kurze Signal der Münze zwischen den Eisensignalen deutlicher hörbar werden.
Das ist jedoch nicht garantiert. Abstand, Lage der Gegenstände, Suchrichtung, Suchprogramm und Suchspule beeinflussen das Ergebnis.
Warum kann eine kleinere Suchspule interessant sein?
Eine kleinere Suchspule erfasst normalerweise einen kompakteren Bereich auf einmal. Auf stark mit Eisenresten belasteten Flächen kann das helfen, einzelne Ziele gezielter zu untersuchen.
Eine größere Suchspule kann dagegen auf offenen, relativ sauberen Flächen Vorteile bei der Bodenabdeckung und bestimmten Tiefenleistungen bieten.
Eine andere Suchrichtung kann den Unterschied machen
Bei einem undeutlichen Signal kann es helfen, denselben Gegenstand aus einer anderen Richtung zu überstreichen.
Eine Münze, die aus einer Richtung durch einen benachbarten Nagel kaum erkennbar ist, kann aus einer anderen Richtung ein deutlicheres Signal erzeugen.
Ein klares Signal ist übrigens keine Garantie dafür, dass es sich um eine Münze handelt. Auch Metallschrott kann überzeugend klingen.
4. Was bewirkt Diskriminierung bei einem Metalldetektor?
Diskriminierung ist eine Einstellung, mit der ein Detektor bestimmte Kategorien von Metallsignalen unterdrücken oder mit einem anderen Ton wiedergeben kann.
Viele Sondengänger verwenden Diskriminierung beispielsweise, um weniger Meldungen von Eisennägeln und anderen unerwünschten Eisenresten zu erhalten.
Wie erkennt ein Detektor Eisen?
Ein Detektor analysiert die elektromagnetische Reaktion eines Gegenstandes und nutzt diese Informationen, um unterschiedliche Signalkategorien zu erkennen.
Bei vielen Geräten werden eisenhaltige Ziele in einem bestimmten Bereich angezeigt oder mit einem tiefen Ton hörbar gemacht.
Das funktioniert jedoch nicht immer zuverlässig. Große, längliche oder stark korrodierte Eisengegenstände können manchmal unerwartete Signale erzeugen.
Was ist der Unterschied zwischen Diskriminierung und Target ID?
Die Target ID liefert eine numerische Einschätzung des Ziels. Die Diskriminierung beeinflusst, wie der Detektor auf bestimmte Zielkategorien reagiert.
Eine Zahl auf dem Display ist also nicht dasselbe wie eine Einstellung, die ein Signal durchlässt oder unterdrückt.
Und was bedeutet Notch?
Einige Detektoren verfügen über eine Notch-Funktion. Damit kannst du bestimmte Abschnitte der Identifikationsskala gezielt unterdrücken oder zulassen.
Das kann praktisch erscheinen, wenn du häufig dieselbe Art von Metallschrott findest. Es birgt jedoch ein Risiko: Interessante Ziele können im gleichen Identifikationsbereich liegen.
5. Warum kann zu starke Diskriminierung gute Funde kosten?
Es klingt ideal: alle Nägel, Verschlusskappen und Dosenlaschen ausblenden, damit nur noch interessante Funde übrig bleiben.
Leider kann ein Metalldetektor nicht mit Sicherheit feststellen, ob ein Gegenstand wertvoll oder wertlos ist.
Unterschiedliche Gegenstände können im selben Bereich liegen
Ein kleines Schmuckstück, eine dünne alte Münze und bestimmte Arten modernen Metallschrotts können ähnliche Target-ID-Werte erzeugen.
Wenn du einen solchen Bereich vollständig ausschließt, kannst du möglicherweise auch interessante Gegenstände übersehen.
Warum ist das auf eisenhaltigem Boden besonders wichtig?
Auf stark mit Eisen verunreinigten Flächen können gemischte Signale entstehen. Ein interessanter Gegenstand neben einem Nagel erzeugt möglicherweise kein perfektes, klares Signal.
Bei zu aggressiver Diskriminierung kann ein solches Ziel noch schlechter hörbar werden.
Was ist ein sinnvoller Ausgangspunkt?
Verwende zunächst die Diskriminierung eines geeigneten Standardprogramms. Lerne, wie Eisen und andere Ziele klingen, bevor du immer mehr Bereiche unterdrückst.
Ein Detektor, der überhaupt keine unerwünschten Signale mehr hören lässt, ist nicht automatisch besser eingestellt. Manchmal fehlen dir dadurch genau die Informationen, die du brauchst, um interessante Ziele zwischen Eisen zu erkennen.
6. Reactivity beim XP DEUS II einstellen
Beim XP DEUS II heißt die Reaktionsgeschwindigkeit Reactivity. Diese Einstellung ist wichtig für die Verarbeitung dicht beieinanderliegender Signale.
Der DEUS II verfügt über verschiedene Suchprogramme mit voreingestellten Reactivity-Werten. Sie bilden einen guten Ausgangspunkt für das jeweilige Gelände.
Niedrige Reactivity beim DEUS II
Auf relativ sauberem Boden mit wenigen dicht beieinanderliegenden Metallgegenständen kann eine niedrigere Reactivity helfen, bestimmte schwache oder tiefere Ziele deutlicher wahrzunehmen.
Die Audioantwort dauert normalerweise länger als bei einer hohen Reactivity.
Hohe Reactivity beim DEUS II
Auf Flächen mit vielen Eisenteilen oder anderen dicht beieinanderliegenden Zielen kann eine höhere Reactivity helfen, einzelne Signale besser zu unterscheiden.
XP beschreibt außerdem, dass auf bestimmten stark mineralisierten Böden eine mittlere oder höhere Reactivity in der Praxis nützlicher sein kann als eine sehr niedrige Einstellung.
Welchen Reactivity-Wert solltest du verwenden?
Es gibt keinen universellen Wert für jeden Acker und jedes Suchprogramm.
Beginne am besten mit dem Standardprogramm und verändere die Einstellung erst, wenn du ein konkretes Problem lösen möchtest, beispielsweise eine unzureichende Zieltrennung zwischen Nägeln.
Verändert Reactivity auch den Ton?
Ja. Bei höherer Reactivity können Signale kürzer werden. Bei niedrigeren Werten klingen sie häufig länger.
Wenn du ständig große Änderungen vornimmst, wird es schwieriger zu lernen, wie interessante und unerwünschte Ziele normalerweise klingen.
Suchst du mit deinem DEUS II auf einem Acker mit vielen Nägeln? Probiere gezielt eine etwas höhere Reactivity innerhalb der Möglichkeiten deines Programms. Vergleiche an demselben ungefährlichen Testgegenstand, was sich verändert. Auf einem relativ sauberen Acker kann dagegen eine niedrigere Einstellung interessant sein.
7. XP DEUS II: Was bewirken Silencer, Discrimination und Iron Volume?
Beim XP DEUS II begegnen dir verschiedene Einstellungen, die mit der Eisenerkennung oder Audioausgabe zu tun haben.
Sie ähneln sich teilweise, erfüllen aber unterschiedliche Aufgaben.
| Einstellung | Funktion |
|---|---|
| Reactivity | Beeinflusst, wie schnell aufeinanderfolgende Ziele verarbeitet und getrennt werden. |
| Discrimination | Bestimmt, wie Ziele unterhalb oder oberhalb der gewählten Diskriminierungsgrenze behandelt werden; der Audiomodus spielt dabei eine Rolle. |
| Silencer | Filtert bestimmte störende oder irreführende Eisensignale. |
| Iron Volume | Regelt, wie laut die entsprechenden tiefen oder eisenartigen Töne zu hören sind. |
| FE T.ID | Beeinflusst bei geeigneten Softwareversionen die Anzeige eisenbezogener Target-ID-Werte. |
Was genau macht Silencer?
Bei manchen Eisengegenständen entstehen kurze, hohe Signalspitzen, die einem interessanten nicht eisenhaltigen Ziel ähneln können.
Die Silencer-Funktion versucht, bestimmte dieser irreführenden Signale herauszufiltern.
Eine stärkere Filterung kann das Suchen ruhiger machen. Unter bestimmten Bedingungen kann sie aber auch kurze oder gemischte Signale interessanter Ziele direkt neben Eisen beeinflussen.
Ist Silencer 0 immer die beste Einstellung?
Nein. Eine niedrige Silencer-Einstellung kann mehr Signalinformationen durchlassen, aber auch mehr störende Eisenspitzen hörbar machen.
Eine höhere Einstellung kann angenehmer klingen, ist aber nicht automatisch die beste Wahl für jeden Boden und jedes Ziel.
Die Funktion und der verfügbare Einstellbereich können sich außerdem je nach Softwareversion unterscheiden. XP hat die Silencer-Funktion in verschiedenen DEUS-II-Updates verändert.
Solltest du Iron Volume komplett ausschalten?
Nicht unbedingt. Wenn du eisenartige Töne leiser einstellst, kannst du häufig noch Informationen über vorhandenes Eisen hören, ohne dass diese Signale ständig deine Aufmerksamkeit beanspruchen.
Manchen Sondengängern hilft das, ein kurzes interessantes Signal zwischen Eisenteilen besser zu beurteilen.
Wenn du Iron Volume ganz ausschaltest, hörst du bestimmte tiefe Töne möglicherweise nicht mehr. Ob das sinnvoll ist, hängt von deinem Suchziel und deinen persönlichen Vorlieben ab.
Diskriminierung bei Full Tones
Der DEUS II besitzt verschiedene Audiomodi. Bei bestimmten Full-Tones-Konfigurationen wird die Diskriminierungsgrenze anders verwendet als bei einer klassischen Einstellung, die Signale unterhalb der Grenze vollständig stummschaltet.
Deshalb solltest du nicht nur auf den Diskriminierungswert achten, sondern auch wissen, welchen Audiomodus du verwendest.
Ein DEUS II mit einer anderen Firmwareversion kann andere Silencer-Möglichkeiten oder ein verändertes Signalverhalten besitzen. Übernimm Einstellungen aus Videos oder Foren deshalb nicht blind und beachte die Dokumentation deiner Softwareversion.
8. Wie funktioniert die Reaktionsgeschwindigkeit bei anderen Metalldetektoren?
Nicht jeder Metalldetektor verfügt über eine separat einstellbare Recovery Speed oder Reactivity.
Manche Detektoren besitzen Suchprogramme, in denen Reaktionsgeschwindigkeit und andere Filter bereits voreingestellt sind. Bei anderen Modellen kannst du die Geschwindigkeit selbst anpassen.
Nokta, Minelab, Garrett und Quest
Je nach Modell gibt es bei diesen Marken Funktionen, die Reaktionsgeschwindigkeit, Eisenerkennung, Zieltrennung und Tonwiedergabe beeinflussen.
Bezeichnungen und Einstellskalen unterscheiden sich. Eine Zahl bei XP Reactivity lässt sich deshalb nicht direkt mit einer Recovery-Speed-Zahl eines anderen Modells vergleichen.
Was, wenn mein Detektor keine einstellbare Reaktionsgeschwindigkeit hat?
Dann kannst du häufig trotzdem deine Suchtechnik verbessern.
- Verwende ein Suchprogramm, das zum Gelände passt.
- Bewege die Suchspule kontrolliert und gemäß den Herstellerempfehlungen.
- Überprüfe interessante Signale aus mehreren Richtungen.
- Vermeide unnötig hohe Diskriminierungswerte.
- Ziehe eine kleinere kompatible Suchspule in Betracht, wenn du häufig zwischen viel Metallschrott suchst.
Dass ein Detektor keinen separaten Reactivity-Regler besitzt, bedeutet also nicht, dass er für stark mit Metall verunreinigte Flächen ungeeignet ist.
9. Welche Einstellungen eignen sich für saubere Äcker oder eisenhaltige Flächen?
Die beste Einstellung hängt nicht nur von der Eisenmenge ab, sondern auch von Bodenmineralisierung, Suchspule, gewünschten Zielen und dem Detektor selbst.
| Suchgelände | Reaktionsgeschwindigkeit | Diskriminierung |
|---|---|---|
| Relativ sauberer Acker | Eine niedrigere Einstellung kann interessant sein. | Beginne mit dem Standardwert. |
| Acker mit vielen Nägeln | Eine höhere Einstellung kann die Zieltrennung verbessern. | Vermeide unnötig aggressive Unterdrückung. |
| Stark mineralisierter Boden | Eine mittlere oder höhere Einstellung kann manchmal vorteilhaft sein. | Passe sie an Bodenreaktion und Zielerkennung an. |
| Gelände mit wechselnder Metallbelastung | Überprüfe die Zieltrennung an den jeweiligen Stellen. | Verwende eine Einstellung, bei der du die Signale weiterhin verstehen kannst. |
Wie findest du die richtige Einstellung, ohne endlos zu experimentieren?
- Beginne mit einem geeigneten Werksprogramm.
- Höre dir an, wie normale Ziele und Eisen klingen.
- Untersuche, ob der Detektor einzelne Signale deutlich genug wiedergibt.
- Verändere die Reaktionsgeschwindigkeit nur, wenn es einen konkreten Grund gibt.
- Überprüfe dieselben ungefährlichen Testgegenstände erneut.
- Verändere Diskriminierung oder Eisenfilter erst, wenn du verstehst, welche Signale du damit ausschließt.
So vermeidest du es, vier Einstellungen gleichzeitig zu verändern und anschließend nicht mehr zu wissen, warum das Ergebnis anders ausfällt.
10. Praktische Übung: Eine Münze zwischen zwei Nägeln erkennen
Mit einem einfachen Versuch kannst du selbst herausfinden, wie Reaktionsgeschwindigkeit und Zieltrennung funktionieren.
Verwende dafür ausschließlich bekannte, ungefährliche Gegenstände auf einer nichtmetallischen Unterlage. Du musst nichts vergraben.
Das brauchst du
- Deinen Metalldetektor.
- Eine moderne Münze.
- Zwei normale, ungefährliche Eisennägel.
- Eine nichtmetallische Unterlage.
- Einen Ort ohne starke elektromagnetische Störungen.
So führst du den Test durch
- Teste zuerst die Münze einzeln. Höre auf den Ton und notiere gegebenenfalls die Target ID.
- Teste danach die Nägel einzeln. Lerne, wie der Detektor auf Eisen reagiert.
- Lege die Münze zwischen die Nägel. Halte ausreichend Abstand, um sicher und kontrolliert experimentieren zu können.
- Bewege die Suchspule ruhig über die Gegenstände. Höre, ob du getrennte Signale erkennen kannst.
- Verändere nur die Reaktionsgeschwindigkeit. Vergleiche eine niedrigere und höhere Einstellung, falls dein Detektor das unterstützt.
- Wiederhole den Test aus einer anderen Richtung. Prüfe, ob die Münze anders hörbar wird.
- Verschiebe die Nägel vorsichtig. Entdecke, wie der Abstand zwischen Metallgegenständen die Zieltrennung beeinflusst.
Was lernst du dabei?
Du erfährst, wie der Detektor mit mehreren Zielen umgeht und wie sich Dauer und Erkennbarkeit der Signale verändern können.
Achte nicht nur auf die Target ID. Bei einem gemischten Signal kann die numerische Identifikation anders ausfallen als bei einer einzeln liegenden Münze.
Ein Test oberhalb des Bodens zeigt vor allem Unterschiede im Signalverhalten. Er sagt nicht genau voraus, wie dieselben Gegenstände in echtem Boden mit Mineralisierung, Feuchtigkeit und anderen Metallresten reagieren.
11. Fünf häufige Fehler bei Reaktionsgeschwindigkeit und Diskriminierung
1. Reaktionsgeschwindigkeit immer auf Maximum einstellen
Ein hoher Wert ist vor allem dann interessant, wenn eine schnelle Zieltrennung nötig ist. Auf sauberem Boden kann eine niedrigere Einstellung für bestimmte schwache oder tiefere Ziele vorteilhafter sein.
2. Möglichst viel Eisen ausblenden
Mit aggressiver Diskriminierung kannst du auch interessante gemischte Signale übersehen. Mehr Filterung bedeutet nicht automatisch bessere Funde.
3. Silencer und Diskriminierung für dieselbe Funktion halten
Der XP DEUS II verwendet separate Einstellungen mit unterschiedlichen Aufgaben. Ihre Wirkung hängt außerdem von Firmware und Audiomodus ab.
4. Einstellungen aus Videos blind übernehmen
Eine Einstellung, die an einem bestimmten Ort mit einer bestimmten Suchspule und Firmware hervorragend funktioniert, muss auf deinem Gelände nicht zum gleichen Ergebnis führen.
5. Nur auf die Target ID achten
Besonders zwischen Eisen können gute Signale kurz sein oder schwankende Zahlen erzeugen. Höre auch auf den Ton und überprüfe das Ziel aus verschiedenen Richtungen.
Reaktionsgeschwindigkeit und Diskriminierung zusammengefasst
- Die Reaktionsgeschwindigkeit beeinflusst, wie schnell aufeinanderfolgende Signale verarbeitet werden.
- Eine höhere Reactivity kann helfen, Ziele zwischen Eisen zu erkennen.
- Eine niedrigere Reactivity kann unter geeigneten Bedingungen bei bestimmten tieferen Zielen vorteilhaft sein.
- Die Diskriminierung beeinflusst, welche Signale unterdrückt oder anders wiedergegeben werden.
- Zu starke Diskriminierung kann auch interessante Ziele weniger hörbar machen.
- Beim XP DEUS II sind Reactivity, Discrimination, Silencer und Iron Volume unterschiedliche Funktionen.
- Eine kleinere Suchspule und eine andere Suchrichtung können auf metallbelasteten Flächen helfen.
- Beginne mit einem Standardprogramm und verändere jeweils nur eine Einstellung.
Häufig gestellte Fragen zu Reaktionsgeschwindigkeit und Diskriminierung
Was ist die Reaktionsgeschwindigkeit bei einem Metalldetektor?
Die Reaktionsgeschwindigkeit beziehungsweise Recovery Speed beeinflusst, wie schnell ein Metalldetektor aufeinanderfolgende Signale verarbeiten kann. Das ist wichtig, wenn verschiedene Metallgegenstände dicht beieinander liegen.
Was bedeutet Reactivity bei XP?
Reactivity ist die XP-Bezeichnung für Reaktionsgeschwindigkeit. Beim DEUS II beeinflusst diese Einstellung, wie schnell Ziele verarbeitet und wie gut dicht beieinanderliegende Signale getrennt werden können.
Welche Reactivity ist auf einem Acker am besten?
Das hängt von den Bedingungen ab. Auf relativ sauberem Boden kann eine niedrigere Einstellung interessant sein. Auf einem Acker mit viel Eisen kann eine höhere Einstellung helfen, unterschiedliche Ziele zu trennen.
Suchst du mit einer niedrigeren Reaktionsgeschwindigkeit tiefer?
Unter bestimmten Bedingungen kann eine niedrigere Reaktionsgeschwindigkeit für die Erkennung tieferer Ziele vorteilhaft sein. Auf metallbelastetem oder stark mineralisiertem Boden kann eine höhere Reaktionsgeschwindigkeit jedoch bessere praktische Ergebnisse erzielen.
Was bedeutet Diskriminierung bei einem Metalldetektor?
Diskriminierung bestimmt, welche Gruppen von Metallsignalen der Detektor unterdrückt oder anders wiedergibt. Die genaue Funktionsweise hängt vom Modell und den gewählten Audioeinstellungen ab.
Kann ich mit Diskriminierung alle Nägel ausblenden?
Viele eisenartige Signale lassen sich unterdrücken, aber nicht jeder Eisengegenstand wird perfekt erkannt. Außerdem kann aggressive Diskriminierung interessante Ziele beeinflussen, die dicht neben Eisen liegen.
Was macht Silencer beim XP DEUS II?
Silencer hilft, bestimmte irreführende Eisensignale zu filtern. Die genaue Wirkung und die verfügbaren Werte unterscheiden sich je nach Firmwareversion.
Ist Silencer 0 immer am besten?
Nein. Eine niedrige Einstellung kann mehr Signalinformationen durchlassen, aber auch mehr Eisenspitzen hörbar machen. Die richtige Wahl hängt von Gelände, Ziel, Programm und Softwareversion ab.
Was bedeutet Iron Volume?
Iron Volume beeinflusst die Lautstärke bestimmter tiefer, häufig eisenartiger Töne. Damit kannst du Eisensignale leiser machen, ohne zwangsläufig alle Informationen zu verlieren.
Wie erkenne ich eine Münze zwischen Eisen?
Verwende ein geeignetes Suchprogramm, überprüfe kurze, wiederholbare Signale aus verschiedenen Richtungen und experimentiere bei Bedarf mit Reaktionsgeschwindigkeit und einer passenden Suchspule. Ein Detektor kann nicht mit Sicherheit vorhersagen, ob eine Münze vorhanden ist.
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Technische Informationen und Bedienungsanleitungen
Die Funktionsweise von Reaktionsgeschwindigkeit, Diskriminierung und Eisenfiltern kann sich je nach Detektor, Audiomodus und Softwareversion unterscheiden. Beachte deshalb immer die Herstellerdokumentation.
- XP Metal Detectors – offizielle Bedienungsanleitungen
- XP DEUS II – technische Informationen zu Reactivity
- XP – DEUS II Update und veränderte Silencer-Funktionen
Die Informationen in diesem Artikel sind allgemein gehalten. Verfügbare Einstellungen und ihre Wirkung unterscheiden sich je nach Modell, Suchprogramm, Firmwareversion, Boden und Suchspule. Es gibt keine universell beste Einstellung für jedes Gelände.
Nicht weniger Signale, sondern besser zuhören lernen
Eine gute Einstellung ist nicht immer diejenige, bei der dein Detektor am leisesten ist. Besonders auf Flächen mit viel Eisen kann es wichtig sein zu verstehen, welche Signale du hörst und warum sie sich verändern.
Bei Detect Metaaldetectors helfen wir Sondengängern gerne dabei, mehr aus ihrem Gerät herauszuholen. Als offizieller Importeur von XP Metal Detectors für die Niederlande kennen wir den XP DEUS II, ICON, ICON X und die dazugehörigen Suchspulen besonders gut.
Darüber hinaus beraten wir zu verschiedenen anderen Marken. In unserem Showroom in Almelo kannst du Detektoren und Zubehör ansehen, vergleichen und Fragen zur Bedienung stellen.
Detect Metaaldetectors – besser suchen beginnt damit, zu verstehen, was dein Detektor dir mitteilt.
