Probleme bei der Metallsuche? 15 Lösungen | Detect
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15 häufige Probleme bei der Metallsuche (und wie du sie löst)

DETECT RATGEBER | SUCHTIPPS & TECHNIK

Dein Detektor piept ohne Grund, du findest nur Nägel, oder du hörst ein schönes Signal und findest danach nichts. Kommt dir das bekannt vor? Damit bist du nicht allein.

Seit 1979 helfen wir bei Detect Metaaldetectors Sondengängern genau bei solchen Fragen: in unserem Geschäft in Almelo, am Telefon und auf Suchtagen. In diesem Artikel haben wir die 15 Probleme zusammengestellt, die wir am häufigsten hören, mit der Ursache und konkreten Lösungen, die du sofort anwenden kannst.

Möchtest du tiefer in ein Thema einsteigen? Bei jedem Problem verweisen wir auf den ausführlichen Artikel in unserem Ratgeber.

Die kurze Antwort

Die meisten Probleme bei der Metallsuche haben eine von vier Ursachen: der Suchort (falscher oder zu stark verschmutzter Boden, oder Suchen ohne Erlaubnis), die Einstellungen (Empfindlichkeit zu hoch, zu viel Diskriminierung, kein Bodenabgleich), die Technik (zu schnell schwenken, Spule nicht waagerecht, ungenaues Pinpointen) oder die Ausrüstung (leerer Akku, lockeres Kabel, Funkverbindung). Beginne bei einem Problem immer mit dem Einfachsten: Standardprogramm, ruhiger Ort, eine Einstellung nach der anderen ändern.

Schnelle Problemübersicht

Wenig Zeit? Such dein Symptom und beginne mit der ersten Kontrolle.

Symptom Wahrscheinlichste Ursache Erste Kontrolle
Piept ohne Metall Empfindlichkeit zu hoch oder elektronische Störung Empfindlichkeit senken, Noise Cancel / Frequenzscan
Nur Nägel und Müll Verschmutzter Ort oder Eisen überdeckt gute Ziele Langsamer schwenken, kleinere Spule, anderer Ort
Wert springt hin und her Tiefes, schräges oder kleines Ziel, oder Metall daneben Aus einer anderen Richtung prüfen
Unruhig am nassen Strand Salzwasser ist leitfähig Strandprogramm, Bodenabgleich, Empfindlichkeit senken
Signal nach dem Graben weg Gegenstand liegt in der ausgehobenen Erde Erde auf einer Plane mit dem Pinpointer prüfen
Kein Ton im Kopfhörer Akku, Lautstärke oder Kopplung Aufladen, neu starten, Kopplung prüfen
Verbindung zur Suchspule bricht ab Akku, Kopplung oder Softwareversion Alles laden, neu starten, Versionen vergleichen

1. Ich weiß nicht, wo ich suchen darf oder wie ich eine Erlaubnis bekomme

Kurze Antwort: In den Niederlanden darfst du nur mit Erlaubnis des Grundeigentümers suchen, und nur im Rahmen der Regeln der Gemeinde und des Geländeverwalters. Auf geschützten archäologischen Denkmälern darfst du nie suchen.

Für Einsteiger ist das oft die größte Hürde. Das Hobby ist legal, aber „überall suchen“ geht nicht. In der Praxis ist es zum Glück oft einfacher als gedacht, wenn du es richtig angehst.

So gehst du vor

  1. Prüfe zuerst die Regeln. Schau in die örtliche Verordnung (APV) der Gemeinde (über lokaleregelgeving.overheid.nl) und ob das Gelände ein archäologisches Denkmal ist.
  2. Finde den Eigentümer. Du weißt nicht, wem ein Acker gehört? Frag auf dem nächstgelegenen Hof. Nachbarn wissen oft, wer Eigentümer oder Pächter ist.
  3. Frag persönlich und konkret. Sag, wer du bist, wann du suchen möchtest, dass du Löcher ordentlich schließt und Müll mitnimmst. Biete an, deine Funde zu zeigen.
  4. Halte Absprachen fest. Besonders wenn du öfter auf dasselbe Land kommst: Eine kurze Nachricht verhindert Missverständnisse darüber, was erlaubt ist.

Detect-Tipp: Landwirte schätzen es, wenn du Metallschrott mitnimmst. Das Aufräumen von Draht, Nägeln und Blech ist für viele Grundeigentümer schon ein guter Grund, Ja zu sagen.

Lies, wo du suchen darfst und wo nicht →

2. Ich finde fast nie etwas Interessantes

Kurze Antwort: Der Ort entscheidet viel mehr als der Detektor. Wo nie Menschen waren, liegt auch wenig. Recherchiere vorher, wo Menschen früher wohnten, unterwegs waren und zusammenkamen.

Viele Sondengänger suchen monatelang am selben, leicht erreichbaren Ort und werden frustriert. Ein teurerer Detektor löst das meist nicht. Was hilft:

So findest du vielversprechendere Orte

  • Nutze alte Karten. Auf Topotijdreis siehst du, wie ein Gebiet in den Niederlanden seit 1815 aussah. Achte auf verschwundene Höfe, alte Wege, Kreuzungen, Furten und Kirchpfade.
  • Schau dir das Höhenmodell an. Mit dem AHN-Viewer erkennst du kleine Höhenunterschiede. Höhere, trockene Stellen in einer nassen Landschaft waren oft schon früh bewohnt.
  • Schau auf den Boden selbst. Scherben, Schutt oder Verfärbungen im Oberboden deuten auf menschliche Aktivität hin.
  • Gründlich statt viel. Lieber ein vielversprechendes Feld langsam und systematisch absuchen als fünf Äcker schnell ablaufen.
  • Such gemeinsam. Über einen Verein oder einen organisierten Suchtag kommst du auf Land, für das du allein nie eine Erlaubnis bekommen würdest, und lernst schnell von erfahrenen Suchern.

Passe auch deine Erwartungen an: Ein Nachmittag ohne besondere Funde ist normal. Erfahrene Sondengänger messen Erfolg oft nicht pro Tag, sondern pro Saison.

So sieht ein organisierter Suchtag aus (Video auf Niederländisch).

3. Ich suche zum falschen Zeitpunkt oder bei schlechtem Wetter

Kurze Antwort: Äcker sind nach der Ernte und nach dem Pflügen am interessantesten, Strände bei Niedrigwasser und nach einem kräftigen Sturm. In der Wachstumszeit stehen Pflanzen auf dem Feld, und Suchen ist dort meist nicht möglich.

Suchkalender für die Metallsuche: Äcker günstig nach Ernte und Pflügen, Weiden ganzjährig außer bei Trockenheit, Strand vor allem in der Sturmsaison und bei Ebbe

Worauf achtest du?

  • Äcker: Nach dem Pflügen kommt neues Material nach oben. Ein Acker, der ein paarmal „ausgeregnet“ ist, zeigt oft mehr. Lauf nie durch Pflanzen.
  • Weiden: Mit Erlaubnis das ganze Jahr möglich. In einem trockenen Sommer ist der Boden hart und sauberes Graben schwieriger.
  • Strand: Such bei Niedrigwasser; die Gezeiten für die niederländische Küste findest du bei Rijkswaterstaat (waterinfo.rws.nl). Nach einem Sturm können Wellen Sand abtragen, sodass ältere Schichten freiliegen.
  • Wetter: Bei Frost beschädigst du Grasnarbe und Funde. Bei Gewitter hörst du sofort auf.

Wird dein Detektor nach einem Regenschauer unruhiger? Nasser, mineralisierter Boden kann mehr Bodensignal geben. Ein neuer Bodenabgleich hilft oft (siehe Problem 4).

4. Mein Detektor piept ständig oder gibt Fehlsignale

Kurze Antwort: Ein Detektor, der ohne Grund piept, ist meistens nicht kaputt. Die Empfindlichkeit ist zu hoch, es gibt elektronische Störungen in der Nähe (Hochspannung, Weidezaun, Handy, anderer Detektor) oder der Boden spielt mit.

Probiere diese drei Schritte

  1. Stell die Empfindlichkeit ein paar Stufen niedriger. Ein stabiler Detektor findet mehr als einer, der auf Maximum rauscht.
  2. Mach einen Noise Cancel oder Frequenzscan. Halte die Spule dabei still, in der Luft und weg von Metall. Leg dein Handy beiseite.
  3. Führe den Bodenabgleich erneut durch. Vor allem nach Regen oder auf einem anderen Stück Land kann der Boden anders reagieren.

Piept er nur beim Schwenken? Dann berührt die Spule vielleicht den Boden oder Bewuchs, es ist Metall an deinen Schuhen oder der Schaufel, oder das Kabel ist locker. Bleibt das Problem nach diesen Schritten, auch an einem ruhigen Ort? Dann ist weitere Fehlersuche nötig.

So gehst du elektronische Störungen (EMI) beim XP DEUS II an (Video auf Niederländisch).

Zum kompletten Schritt-für-Schritt-Plan bei Störungen →

5. Ich weiß nicht, welche Einstellungen ich verwenden soll

Kurze Antwort: Beginne mit dem Standard- oder Werksprogramm deines Detektors und ändere jeweils nur eine Einstellung. Einstellungen aus einem Video funktionieren nicht automatisch auf deinem Boden.

Jeder Acker, jeder Strand und jede Weide ist anders. Was bei einem YouTuber in England perfekt funktioniert, kann bei dir auf Sand- oder Lehmboden unruhig sein. So baust du es Schritt für Schritt auf:

  1. Wähle ein Standardprogramm, das zu deinem Gelände passt (allgemein, Strand, Park).
  2. Führe den Bodenabgleich durch laut Bedienungsanleitung.
  3. Stell die Empfindlichkeit so hoch, wie es stabil geht, und nicht höher.
  4. Nutze wenig Diskriminierung. Lass Eisen lieber als tiefen Ton hören, statt es ganz auszublenden.
  5. Ändere eine Sache, such eine Viertelstunde und beurteile das Ergebnis.

Detect-Tipp: Leg ein paar bekannte Gegenstände in deinen Garten (Münze, Nagel, Dosenverschluss) und hör, wie dein Detektor darauf reagiert. So lernst du deinen Detektor schneller kennen als mit jeder Tabelle.

Lies die Erklärung aller Grundeinstellungen →
Du nutzt einen XP DEUS II? Zur Erklärung jeder Einstellung →

6. Meine Target-ID-Werte springen ständig

Kurze Antwort: Ein springender Wert bedeutet nicht, dass dein Detektor kaputt ist. Tiefe, Lage, Form, der Boden und anderes Metall daneben beeinflussen den Wert.

  • Schwenke aus einer anderen Richtung. Bleiben Wert und Ton aus zwei Richtungen gleich, ist das Signal zuverlässiger.
  • Schwenke langsamer und tiefer. Ein tiefes oder kleines Ziel gibt ein schwaches Signal und damit einen wechselnden Wert.
  • Hör auch hin. Ein klarer, wiederholbarer Ton sagt oft mehr als das Display.

Vergleiche Werte nicht zwischen Marken: Eine 80 auf dem einen Detektor ist etwas anderes als eine 80 auf dem anderen. Ein stabiler, hoher Wert ist auch keine Garantie: Aluminium kann genauso hoch anzeigen wie eine Münze.

Lies, was Target-ID-Werte bedeuten und was nicht →

7. Mein Detektor erreicht zu wenig Tiefe

Kurze Antwort: Die Suchtiefe hängt vor allem von der Größe des Gegenstands, dem Boden und der Suchspule ab. Maximale Empfindlichkeit macht deinen Detektor oft unruhiger, nicht tiefer.

  • Stabilität geht vor Empfindlichkeit. Stell die Empfindlichkeit so hoch, wie dein Detektor ruhig bleibt.
  • Halte die Spule tief. Jeder Zentimeter zwischen Spule und Boden kostet Tiefe.
  • Wähle die richtige Suchspule. Auf sauberem, offenem Boden kann eine größere Spule größere Gegenstände tiefer finden. Auf verschmutztem oder mineralisiertem Boden funktioniert eine kleinere Spule oft besser.
  • Mach einen guten Bodenabgleich. Auf mineralreichem Boden macht das einen spürbaren Unterschied.

Achtung: Ein Lufttest sagt wenig über die Tiefe im Feld aus. Im Boden spielen Mineralien, Feuchtigkeit und die Lage des Gegenstands mit.

Alles über die Suchtiefe →
Welche Suchspule passt zu deinem Gelände? →

8. Mein Detektor ist auf nassem Strandsand unruhig

Kurze Antwort: Nasser, salziger Sand leitet Strom, und viele Detektoren reagieren darauf. Ein Strandprogramm, ein guter Bodenabgleich und etwas weniger Empfindlichkeit helfen. Multifrequenz-Detektoren sind hier oft deutlich stabiler.

Strandprofil mit drei Suchzonen: trockener Sand, nasser Sand und Wasserlinie bei Niedrigwasser, mit Tipps pro Zone

So suchst du ruhiger am Strand

  1. Wähle das Strandprogramm deines Detektors, falls vorhanden.
  2. Mach den Bodenabgleich auf dem nassen Sand selbst, nicht auf dem trockenen.
  3. Senke die Empfindlichkeit schrittweise, bis das Rauschen akzeptabel ist.
  4. Schwenke parallel zur Wasserlinie. So bleibt die Feuchtigkeit unter deiner Spule gleichmäßiger.
  5. Arbeite bei Niedrigwasser und behalte die Gezeiten im Blick. Geh nie weiter ins Wasser, als es sicher ist.

Ein Einzelfrequenz-Detektor mit niedriger Frequenz kann auf trockenem Sand gut funktionieren, hat es im nassen Sand aber oft schwerer. Suchst du regelmäßig im nassen Sand oder in der Brandung? Dann lohnt sich ein wasserdichter Multifrequenz-Detektor.

Welcher Detektor passt zu Strand oder Acker? →
Einzelfrequenz oder Multifrequenz? →

9. Ich finde nur Eisen, Nägel, Dosenverschlüsse und Müll

Kurze Antwort: Müll zu finden gehört zum Hobby, und an Stellen mit viel Eisen liegt oft auch etwas Schönes. Das eigentliche Problem: Eisen kann gute Signale „überdecken“. Mit einer kleineren Spule, langsamerem Schwenken und einer höheren Reaktionsgeschwindigkeit hörst du gute Ziele öfter zwischen dem Eisen.

Schema Eisenmaskierung: Eine große Suchspule erfasst Münze und Nägel gleichzeitig, eine kleine Suchspule erfasst die Münze einzeln

Warum passiert das?

Liegen eine Münze und ein Nagel gleichzeitig unter deiner Spule, hört der Detektor ein Mischsignal. Oft gewinnt das Eisen. Hast du dann viel Diskriminierung eingeschaltet, wird das ganze Signal ausgefiltert und du läufst an der Münze vorbei.

So findest du mehr gute Ziele zwischen dem Eisen

  1. Schwenke langsamer und mit kurzen Bewegungen an Stellen mit viel Eisen.
  2. Nutze eine kleinere Suchspule. Ein kleineres Suchfeld erfasst Ziele öfter „einzeln“.
  3. Erhöhe die Reaktionsgeschwindigkeit (Recovery/Reactivity), wenn dein Detektor diese Einstellung hat.
  4. Nutze weniger Diskriminierung und lass Eisen lieber als tiefen Ton hören.
  5. Prüfe Zweifelsfälle aus einer anderen Richtung. Ein gutes Ziel neben einem Nagel klingt aus einer Richtung oft besser.
  6. Nimm Müll mit. Jeder Nagel, den du entfernst, macht die nächste Suche an dieser Stelle ruhiger.

Findest du wirklich nur modernen Müll wie Dosen und Dosenverschlüsse? Dann sagt das etwas über den Ort: Meist ist es ein in jüngerer Zeit genutzter Platz mit wenig alter Geschichte. Unter Problem 2 liest du, wie du einen vielversprechenderen Ort wählst.

Lies, wie du Reaktionsgeschwindigkeit und Diskriminierung einstellst →
Kleinere Suchspulen für verschmutzten Boden ansehen →

10. Ich schwenke falsch und verpasse dadurch Ziele

Kurze Antwort: Halte die Spule waagerecht und tief über dem Boden, schwenke ruhig und lass deine Bahnen überlappen. Der häufigste Fehler: Die Spule kommt am Ende des Schwenks hoch.

Schwenktechnik Metalldetektor: Suchspule waagerecht und tief über dem Boden halten und überlappende Suchbahnen gehen

  • Waagerecht halten: Die Spule bleibt über den ganzen Schwenk parallel zum Boden.
  • Tief halten: Ein paar Zentimeter über dem Boden, ohne zu schleifen.
  • Überlappen: Mach nach jedem Schwenk einen kleinen Schritt, damit du keine Streifen auslässt.
  • Ruhiges Tempo: Ein zu schneller Schwenk kann schwache Signale verpassen, besonders bei älteren oder Einzelfrequenz-Detektoren.
  • Gestängelänge: Stell das Gestänge so ein, dass du aufrecht stehen kannst und die Spule waagerecht vor dir ist.

Mehr über die Schwenktechnik →

11. Ich höre ein Signal, finde den Gegenstand aber nicht

Kurze Antwort: Bestimme die Stelle genau mit der Kreuzmethode, nutze einen Pinpointer und leg die ausgehobene Erde auf eine Plane. Ist das Signal nach dem Graben weg? Dann liegt der Gegenstand fast immer in der Erde, die du schon ausgehoben hast.

Kreuzmethode zum Orten eines Detektorsignals: links-rechts schwenken, um 90 Grad drehen und dort graben, wo sich die Linien kreuzen

So findest du den Gegenstand schneller

  1. Pinpointe mit der Kreuzmethode oder mit der Pinpoint-Funktion deines Detektors.
  2. Grabe großzügig, knapp neben der Mitte, damit du den Gegenstand nicht beschädigst.
  3. Prüfe zuerst die ausgehobene Erde mit deinem Pinpointer.
  4. Dann Wände und Boden des Lochs. Kleine Gegenstände bleiben oft an der Seite hängen.
  5. Immer noch nichts? Schwenke noch einmal mit dem Detektor über Loch und Erde. Manchmal liegt der Gegenstand tiefer oder etwas weiter weg als gedacht.

Detect-Tipp: Ein Pinpointer ist für viele Sondengänger das Zubehör, das am meisten Zeit spart. Du gräbst weniger und beschädigst weniger Funde.

So funktioniert ein Pinpointer in der Praxis, gezeigt mit dem XP MI-4 und MI-6 (Video auf Niederländisch).

Pinpointer bei Detect ansehen →

12. Ich weiß nicht, wie tief ich graben darf und wie ich sauber grabe

Kurze Antwort: Als Hobbysucher darfst du in den Niederlanden bis maximal 30 Zentimeter tief graben, sofern du eine Erlaubnis hast und der Ort nicht geschützt ist. Grabe in Grasland mit einer U-förmigen Sode und hinterlasse die Stelle so, wie du sie vorgefunden hast.

Sauber graben mit dem Metalldetektor in Grasland: U-förmige Sode, Erde auf einer Plane, maximal 30 Zentimeter tief

Sauberes Graben ist nicht nur eine Frage des Anstands. Es ist der wichtigste Grund, warum Grundeigentümer dich wiederkommen lassen.

  • Grasland: Stich eine Sode an drei Seiten ein und klapp sie auf. Danach legst du sie zurück und drückst sie fest.
  • Acker: Grabe ein kompaktes Loch und füll es sofort wieder auf.
  • Werkzeug: Eine schmale, stabile Schaufel mit scharfer Kante funktioniert besser als eine Gartenschaufel. In Grasland ist ein Grasmesser praktisch für eine saubere Sode.
  • Tiefer als 30 cm? Dann fällt es nicht mehr unter die Freistellung. Bei einem großen oder besonderen Signal hörst du auf und nimmst Kontakt auf (siehe Problem 15).

Lies die Regeln für die Metallsuche in den Niederlanden →
Schaufeln für die Metallsuche ansehen →

13. Meine kabellose Suchspule oder mein Kopfhörer funktioniert nicht

Kurze Antwort: Prüfe zuerst die Akkus aller Teile, starte alles neu und schau, ob die richtige Suchspule oder der richtige Kopfhörer gekoppelt ist. Erst danach kommen neu koppeln oder Software-Updates.

Prüfe in dieser Reihenfolge

  1. Akkus: Lade Bedieneinheit, Suchspule und Kopfhörer vollständig auf.
  2. Neu starten: Schalte alle Teile aus und wieder ein.
  3. Kopplung: Ist die richtige Suchspule oder der richtige Kopfhörer ausgewählt? Steht die Lautstärke nicht auf null oder ist der Ton stummgeschaltet?
  4. Test mit einem bekannten Gegenstand: Zeigt das Display ein Signal, aber du hörst nichts? Dann liegt das Problem beim Ton, nicht bei der Detektion.
  5. Softwareversionen: Bei XP müssen Detektor, Suchspule und Kopfhörer kompatible Versionen haben. Nutze nur offizielle Updates für dein Modell.

Bricht die Verbindung immer an derselben Stelle ab, oder nach einem Sturz oder Regenschauer? Dann nimm Kontakt für eine Prüfung auf und öffne eine Suchspule nie selbst.

Gekoppelte Suchspulen auf deinem XP-Detektor aufräumen (Video auf Niederländisch).

Schritt für Schritt: XP-Funkkomponenten verbinden →
XP DEUS II und ICON sicher aktualisieren →
Ausführliche Hilfe bei Verbindungsproblemen →

14. Mein Fund ist verschmutzt oder korrodiert: Wie reinige ich ihn?

Kurze Antwort: Reinige einen alten oder möglicherweise archäologischen Fund nicht selbst. Patina und Korrosion gehören zum Gegenstand, und Reinigen kann Details und Wert unwiederbringlich beschädigen. Mach zuerst Fotos und frag um Rat.

  • Das darfst du: Lose Erde trocknen lassen und vorsichtig entfernen. Bewahre den Fund trocken in einem Tütchen oder Döschen auf, mit einer Notiz zum Fundort.
  • Das lässt du: Schleifen, Stahlwolle, Putzmittel, Säuren oder eine harte Bürste an alten Münzen und Metallgegenständen.
  • Unsicher über das Alter? Dann behandle den Fund als alt und melde ihn (siehe Problem 15).

Für moderne Münzen und weniger empfindliche Gegenstände gibt es sichere Methoden. Die haben wir in einem eigenen Artikel zusammengestellt.

Lies, wie du Münzen sicher reinigst →
Funde erkennen und aufbewahren →

15. Ich habe einen besonderen oder gefährlichen Fund gemacht

Kurze Antwort: Bei möglicher Munition hörst du sofort auf, fasst nichts an und rufst 112 an. Archäologische Funde musst du in den Niederlanden melden, zum Beispiel über Portable Antiquities of the Netherlands (PAN).

Möglicherweise Munition oder Sprengstoff?

  • Hör auf zu graben und fass den Gegenstand nicht an.
  • Nimm ihn nie mit, auch wenn er alt oder verrostet aussieht.
  • Halte andere auf Abstand und ruf 112 an. Die Polizei zieht bei Bedarf den Kampfmittelräumdienst (EOD) hinzu.

Ein besonderer archäologischer Fund

  1. Halte den Fundort fest mit deinem Handy (GPS-Position) und mach Fotos vom Fund.
  2. Reinige nichts und bewahre den Fund trocken und sicher auf.
  3. Melde den Fund bei PAN oder der Rijksdienst voor het Cultureel Erfgoed (RCE).
  4. Mehrere Münzen beieinander? Hör auf zu graben, lass den Rest liegen und nimm Kontakt mit dem Gemeindearchäologen oder der RCE auf.

Melden hilft der Archäologie, und du bekommst oft mehr Informationen über deinen eigenen Fund zurück.

Lies, wie du einen archäologischen Fund meldest →
Was tun bei besonderen und gefährlichen Funden →

Häufig gestellte Fragen

Was ist das häufigste Problem bei der Metallsuche?

Ein unruhiger Detektor durch zu hohe Empfindlichkeit. Viele Einsteiger stellen die Empfindlichkeit auf Maximum, um tiefer zu suchen, bekommen dadurch aber vor allem Rauschen. Stell die Empfindlichkeit so hoch, wie es stabil geht.

Warum finde ich nur Nägel und Müll?

An vielen Suchorten liegt mehr Eisen als alles andere. Eisen kann außerdem gute Signale überdecken. Langsamer schwenken, eine kleinere Suchspule und weniger Diskriminierung helfen. Findest du nur modernen Müll, wähle einen Ort mit mehr Geschichte.

Warum verschwindet das Signal, wenn ich grabe?

Der Gegenstand liegt dann meist schon in der ausgehobenen Erde oder in der Wand des Lochs. Prüfe die ausgehobene Erde mit einem Pinpointer, am besten auf einer Plane.

Ist mein Metalldetektor kaputt, wenn er ständig piept?

Meistens nicht. Prüfe zuerst Empfindlichkeit, Störquellen in der Umgebung, Bodenabgleich, Kabel und Akku. Funktioniert er an einem ruhigen Ort normal, liegt es an der Umgebung und nicht an deinem Detektor.

Wann ist die beste Zeit für die Metallsuche?

Auf Äckern nach der Ernte und nach dem Pflügen, am Strand bei Niedrigwasser und nach einem kräftigen Sturm. Weiden gehen das ganze Jahr, in einem trockenen Sommer ist sauberes Graben dort aber schwieriger.

Wie tief darf ich mit einem Metalldetektor graben?

Als Hobbysucher in den Niederlanden maximal 30 Zentimeter, mit Erlaubnis des Eigentümers und nicht auf geschützten Geländen. Gemeinden und Geländeverwalter können strengere Regeln haben.

Was tue ich, wenn mein kabelloser Kopfhörer keinen Ton gibt?

Lade ihn auf, starte Detektor und Kopfhörer neu, prüfe Lautstärke und Kopplung und teste mit einem bekannten Gegenstand. Bei XP müssen die Softwareversionen der Teile zueinander passen.

Was tue ich, wenn ich Munition finde?

Hör sofort auf, fass nichts an, halte andere auf Abstand und ruf 112 an. Nimm Munition nie mit, auch wenn sie alt oder verrostet aussieht.

Mehr über die Metallsuche lernen?

Kommst du nicht weiter? Detect hilft dir

Dein Problem ist nicht dabei, oder es bleibt trotz dieser Tipps bestehen? Bei Detect Metaaldetectors in Almelo helfen wir dir gern weiter, ob es um Einstellungen, Suchspulen, Funkverbindungen oder Reparaturen geht.

Als offizieller Importeur von XP Metal Detectors für die Niederlande kennen wir XP DEUS II, ICON und ICON X bis ins Detail. Außerdem beraten wir zu Nokta, Garrett, Quest und Rutus. Bring deinen Detektor gern mit ins Geschäft, dann schauen wir uns das Problem gemeinsam an.

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