Metalldetektor Target-ID erklärt - Detect Metalldetektoren
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Target-ID verstehen: Was bedeuten die Zahlen auf dem Metalldetektor?

DETECT WISSENSDATENBANK | SUCHTIPPS & TECHNIKEN

Dein Metalldetektor gibt ein deutliches Signal aus und auf dem Bildschirm erscheint eine Zahl. Ist es eine Münze, ein Ring oder doch ein Stück Aluminium? Für viele Sondengänger ist die Target ID eines der wichtigsten Hilfsmittel bei der Beurteilung eines Fundes.

Diese Zahlen werden jedoch häufig falsch verstanden. Ein hoher Wert bedeutet nicht automatisch, dass etwas Wertvolles im Boden liegt. Und eine Zahl, die sich ständig verändert, bedeutet nicht immer, dass du Metallschrott gefunden hast.

In diesem ausführlichen Ratgeber von Detect Metaaldetectors erklären wir, wie Target ID funktioniert, warum sich Signale verändern und wie du Zahlen und Töne gemeinsam zur Beurteilung nutzen kannst. Mit verständlichen Beispielen für Benutzer von XP, Nokta, Garrett, Quest, Minelab und anderen Marken.

Was bedeutet Target ID bei einem Metalldetektor?

Die Target ID ist eine Zahl oder eine andere Anzeige, mit der ein Metalldetektor die Eigenschaften eines erkannten Metallgegenstands einschätzt. Dafür wird auch der Begriff VDI verwendet.

Die Zahl wird anhand des empfangenen Signals berechnet. Sie ist also keine direkte Messung des Wertes, des Alters oder der genauen Metallart eines Fundes.

Ein Hilfsmittel, keine Gewissheit

Eine Target ID hilft bei der Beurteilung, verrät aber nicht genau, welcher Gegenstand im Boden liegt.

Zahlen können sich verändern

Tiefe, Boden, Größe, Lage und andere Metalle können den Wert beeinflussen.

Der Ton ist mindestens genauso wichtig

Achte auf Tonhöhe, Wiederholbarkeit und den Charakter des Signals.

Wichtig: Die Target-ID-Skala und ihre Interpretation können je nach Detektor, Softwareversion und Suchprogramm unterschiedlich sein.

1. Wie funktioniert Target ID bei einem Metalldetektor?

Ein Metalldetektor verwendet ein elektromagnetisches Feld, um Metallgegenstände zu erkennen. Wenn sich die Suchspule über einen Metallgegenstand bewegt, beeinflusst dieser das empfangene Signal.

Die Elektronik des Detektors analysiert das Signal. Auf dieser Grundlage kann das Gerät einen Identifikationswert anzeigen: die Target ID.

Dieser Wert hängt unter anderem mit den elektrischen und magnetischen Eigenschaften des Ziels zusammen sowie damit, wie der Gegenstand auf das verwendete Detektionssystem reagiert.

Ist Target ID dasselbe wie Metallerkennung?

Nicht ganz. In der Praxis spricht man häufig von Metallerkennung, doch ein Detektor kann nicht immer bestimmen, aus welcher genauen Metallart ein Gegenstand besteht.

Das liegt daran, dass nicht nur die Metallart wichtig ist. Auch Form, Abmessungen, Dicke, Lage und Abstand beeinflussen das Signal.

Ein Ring und ein Stück Aluminium können deshalb manchmal ähnliche Werte erzeugen, obwohl es völlig unterschiedliche Gegenstände sind.

Was bedeutet VDI?

VDI ist eine Abkürzung, die beim Sondengehen für die numerische Zielidentifikation verwendet wird. Die genaue Bezeichnung unterscheidet sich je nach Marke, doch in der Praxis meinen Sondengänger mit VDI und Target ID häufig dieselbe Art von Zahl auf dem Display.

Auch eine sehr präzise wirkende Zahl auf dem Bildschirm bleibt ein Hinweis und kein endgültiger Beweis dafür, was du gefunden hast.

2. Was bedeuten hohe und niedrige Target-ID-Werte?

Viele Metalldetektoren verwenden eine Skala, auf der unterschiedliche Zielreaktionen niedrigere oder höhere Werte erhalten.

Bei vielen Systemen hängen diese Werte unter anderem mit der elektrischen Leitfähigkeit und der Signalantwort des Gegenstands zusammen. Wie die Skala aufgebaut ist, unterscheidet sich jedoch je nach Hersteller.

Niedrige Target ID

Bei manchen Detektoren werden eisenartige Ziele in einem eigenen niedrigen oder negativen Bereich angezeigt. Andere kleine oder schwach leitfähige Metalle können je nach Gerät ebenfalls relativ niedrige Werte erzeugen.

Ein niedriger Wert bedeutet daher nicht automatisch, dass du einen Nagel gefunden hast.

Mittlere Target ID

Im mittleren Bereich einer Identifikationsskala können ganz unterschiedliche Metallziele liegen. Dazu gehören bestimmte Schmuckstücke, Aluminiumgegenstände sowie verschiedene Münzen oder Gebrauchsgegenstände.

Der genaue Bereich hängt vom Detektor und den Eigenschaften des Ziels ab.

Hohe Target ID

Bei vielen Systemen können bestimmte größere oder besser leitfähige Nichteisenmetalle relativ hohe Werte erzeugen.

Eine hohe Target ID bedeutet aber nicht automatisch, dass eine Silbermünze oder eine wertvolle Münze im Boden liegt.

Ein wichtiges Missverständnis

Eine Target ID ist kein Wertmesser. Ein besonderer historischer Gegenstand kann einen niedrigen oder schwankenden Wert erzeugen, während moderner Metallschrott eine wunderschön stabile Zahl anzeigen kann.

3. Warum können eine Münze und Aluminium dieselbe Zahl erzeugen?

Ein Metalldetektor erkennt Gegenstände nicht so wie ein Mensch. Er sieht kein Bild einer Münze und kann nicht lesen, was auf einem Ring steht.

Das Gerät interpretiert eine elektromagnetische Reaktion.

Unterschiedliche Gegenstände, ähnliche Reaktionen

Ein kleiner Aluminiumgegenstand kann unter bestimmten Bedingungen ein ähnliches Signal wie eine Münze oder ein Schmuckstück erzeugen.

Das ist einer der Gründe, warum Sondengänger selbst nach jahrelanger Erfahrung immer noch regelmäßig Kronkorken, Dosenlaschen und Folienstücke finden.

Wie verhält es sich mit Gold?

Goldschmuck besitzt keine universelle, feste Target ID. Ein dünner Goldring kann ganz anders reagieren als ein schwerer Ring. Auch Legierung, Form und Größe beeinflussen das Signal.

Deshalb solltest du keinen schmalen Zahlenbereich automatisch ausschließen, wenn du gerade Schmuck finden möchtest.

Und was ist mit Eisen?

Viele Metalldetektoren versuchen, eisenartige Ziele von anderen Metallen zu unterscheiden. Das funktioniert jedoch nicht immer perfekt.

Große, längliche oder stark korrodierte Eisengegenstände können manchmal unerwartet hohe oder gemischte Signale erzeugen. Auch Eisen in unmittelbarer Nähe eines anderen Metallziels kann dessen Identifikation beeinflussen.

Gegenstand Was kannst du erwarten?
Münze Häufig eine erkennbare Reaktion, abhängig von Material, Größe, Lage und Boden.
Aluminium Kann sich mit den Werten von Münzen und Schmuck überschneiden.
Goldring Stark abhängig von Abmessungen, Form und Legierung.
Eisennagel Häufig als Eisen erkennbar, aber die Identifikation ist nicht immer perfekt.
Alter unbekannter Gegenstand Kann einen niedrigen, hohen oder schwankenden Wert erzeugen. Der historische Wert lässt sich an der ID nicht ablesen.

Fazit: Nutze die Target ID, um Signale besser zu beurteilen, nicht um bereits im Voraus mit Sicherheit festzustellen, welcher Gegenstand im Boden liegt.

4. Warum schwankt die Target ID meines Metalldetektors?

Du hörst ein Signal, schaust auf den Bildschirm und siehst beispielsweise zuerst 62, dann 75 und anschließend 48.

Das kann verwirrend sein. Trotzdem muss mit deinem Detektor nicht unbedingt etwas nicht stimmen.

Die wichtigsten Ursachen für schwankende Zahlen

Ein tief liegendes oder schwaches Ziel

Bei schwächeren Signalen kann die Identifikation weniger stabil sein als bei einem deutlichen Ziel knapp unter der Oberfläche.

Verschiedene Metalle dicht beieinander

Eine Münze neben einem Nagel kann ein gemischtes Signal verursachen.

Die Lage des Gegenstands

Eine Münze auf der Kante oder ein unregelmäßiger Gegenstand kann aus verschiedenen Richtungen unterschiedlich reagieren.

Bodenmineralisierung

Ein stark reagierender Boden kann die Identifikation des Ziels erschweren.

Ein großer oder länglicher Eisengegenstand

Manche Eisengegenstände erzeugen abhängig von ihrer Lage unterschiedliche Signalkomponenten.

Einstellungen oder Störungen

Frequenz, Suchprogramm, Filter und elektromagnetische Einflüsse können das Signalverhalten verändern.

Ist eine schwankende Target ID immer schlecht?

Nein. Manche interessanten Ziele erzeugen keine schön stabile Zahl, besonders wenn sie tief liegen oder von anderen Metallen umgeben sind.

Eine stark schwankende Target ID ist allerdings auch kein automatischer Hinweis auf einen besonderen Fund.

Beurteile deshalb das gesamte Signal: Ton, Wiederholbarkeit, Richtung und die jeweiligen Bedingungen.

5. Target ID und Tonsignale: Warum solltest du beides beachten?

Viele Anfänger schauen bei jedem Signal sofort auf das Display. Das ist verständlich, kann aber dazu führen, dass du interessante Informationen übersiehst.

Ein Metalldetektor liefert über den Ton häufig Informationen, die die Zahl allein nicht vollständig zeigt.

Welche Eigenschaften des Tons sind wichtig?

  • Tonhöhe: Klingt das Signal tief, mittel oder hoch?
  • Wiederholbarkeit: Hörst du das Signal bei jedem vergleichbaren Schwenk?
  • Dauer: Ist es ein kurzer, scharfer Ton oder ein breiteres Signal?
  • Gleichmäßigkeit: Klingt das Signal jedes Mal ungefähr gleich?
  • Richtung: Verändert sich der Ton, wenn du aus einem anderen Winkel suchst?

Bedeutet ein hoher Ton automatisch ein gutes Ziel?

Nein. Das hängt davon ab, wie der Detektor und das Suchprogramm eingestellt sind.

Bei manchen Programmen sind hohe Töne bestimmten Zielbereichen zugeordnet. Auch Metallschrott kann aber in einen solchen Bereich fallen.

Warum verwenden erfahrene Sondengänger häufig Kopfhörer?

Mit geeigneten Kopfhörern kannst du feine Tonunterschiede leichter wahrnehmen, besonders bei Wind oder Umgebungsgeräuschen.

XP bietet verschiedene kompatible kabellose Kopfhörer für seine Detektoren an. Auch bei anderen Marken ist eine gute Audioausgabe eine wertvolle Ergänzung.

Tipp: Versuche während eines Suchtages zunächst auf den Ton zu hören und erst danach die Target ID abzulesen.

6. Woran erkennst du ein stabiles oder wiederholbares Signal?

Eine Target ID ist aussagekräftiger, wenn du verstehst, unter welchen Bedingungen die Zahl erscheint.

Eine sehr deutliche Zahl bei einem einzigen Schwenk bietet weniger Sicherheit als ein Ziel, das wiederholt an derselben Stelle ein erkennbares Signal erzeugt.

Überprüfe ein normales, ungefährliches Signal in vier Schritten

  1. Bleib stehen. Bewege die Suchspule erneut ruhig über die Stelle.
  2. Halte die Spule auf derselben Höhe. So veränderst du die Messbedingungen nicht unnötig.
  3. Prüfe das Signal aus einer anderen Richtung. Drehe dich, wenn möglich, um eine Vierteldrehung.
  4. Vergleiche Ton und ID. Ist das Signal wiederholbar und ungefähr an dieselbe Stelle gebunden?

Was, wenn die Zahl aus einer Richtung anders ist?

Das kann beispielsweise an der Form oder Lage des Gegenstands, einem nahegelegenen Eisenziel oder dem Boden liegen.

Es ist ein Hinweis darauf, das Signal genauer zu untersuchen, und nicht automatisch ein Grund, es zu ignorieren.

Wichtig zu wissen

Eine stabile Zahl ist angenehm, aber keine Garantie für einen interessanten Fund. Eine schwankende Zahl ist schwieriger zu beurteilen, bedeutet aber nicht automatisch Abfall. Die Kombination aller Informationen liefert das beste Bild.

7. Target ID beim XP ICON, ICON X und XP DEUS II

Bei Detect Metaaldetectors erhalten wir regelmäßig Fragen zur Target ID von XP-Detektoren. Besonders Benutzer, die von einem älteren Modell oder einer anderen Marke wechseln, müssen sich manchmal erst an die neue Signalanzeige gewöhnen.

Die XP ICON-Serie und der XP DEUS II nutzen die FMF-Multifrequenztechnologie, bei der das System verschiedene Frequenzkomponenten zur Beurteilung von Metallzielen verwendet.

EINFACHER EINSTIEG

XP ICON und ICON X

Die XP ICON-Serie kombiniert eine übersichtliche Bedienung mit FMF-Technologie und verschiedenen Suchprogrammen.

Auf dem Display kannst du die Zielidentifikation ablesen. Die Kombination aus Target ID, Ton und weiteren angezeigten Zielinformationen hilft bei der Beurteilung von Signalen.

Wenn du gerade erst mit dem Hobby beginnst, solltest du zunächst mit einem Standardprogramm Erfahrung sammeln, bevor du umfangreiche Einstellungen veränderst.

XP-Detektoren bei Detect ansehen →

UMFASSENDE SIGNALINFORMATIONEN

XP DEUS II

Der XP DEUS II bietet umfangreiche Einstellmöglichkeiten für Audio, Diskriminierung, Reactivity und unterschiedliche Suchprogramme.

Die Target ID ist ein Teil dieser Informationen. Auch bei diesem System sind Ton, Stabilität und Wiederholbarkeit wichtig.

Weil Einstellungen das Signalverhalten beeinflussen, solltest du die Zielwerte innerhalb der Programme kennenlernen, die du selbst regelmäßig verwendest.

Sortiment ansehen →

Warum zeigt mein XP nicht immer dieselbe Zahl an?

Auch bei XP-Systemen kann sich die Identifikation durch Zielgröße, Tiefe, Boden, benachbarte Metallgegenstände und Einstellungen verändern.

Außerdem können Veränderungen in der Frequenzverarbeitung oder den Suchprogrammen beeinflussen, wie Signale dargestellt werden. Überprüfe deshalb die Bedienungsanleitung und Softwareversion deines Detektors, wenn du Zielwerte vergleichst.

Kannst du eine feste XP-Münzliste verwenden?

Eine Liste gemessener Beispielwerte kann beim Lernen helfen, ist aber keine universelle Erkennungstabelle.

Eine Münze kann bei einem Lufttest anders reagieren als tief in mineralisiertem Boden. Und eine andere Münze mit ähnlichen Abmessungen kann wiederum ein anderes Signal erzeugen.

Deshalb empfehlen wir, mit deinem eigenen Detektor eine kleine Übersicht bekannter Gegenstände anzulegen.

Detect-Tipp für XP-Benutzer

Beginne mit den Standardprogrammen deines XP ICON oder DEUS II und übe mit bekannten Gegenständen. So lernst du, wie dein eigener Detektor reagiert, anstatt dich ausschließlich auf Zahlen aus einem Video oder einer Tabelle im Internet zu verlassen.

Die offiziellen XP-Bedienungsanleitungen findest du bei XP Metal Detectors.

8. Kann ich die Target-ID-Werte verschiedener Marken vergleichen?

Nicht direkt.

XP, Nokta, Garrett, Quest und Minelab können unterschiedliche Identifikationsskalen, Algorithmen und Audiowiedergaben verwenden.

Dieselbe Zahl auf einem Detektor muss deshalb nicht dieselbe Bedeutung haben wie auf einem Gerät einer anderen Marke.

Warum nicht?

Jedes Detektionssystem verarbeitet die empfangenen Signale auf seine eigene Weise. Auch die verfügbaren Frequenzen, Suchprogramme und Verfahren zur Eisenerkennung können unterschiedlich sein.

Selbst innerhalb einer Marke können verschiedene Modelle anders reagieren.

Wie vergleichst du die Zielerkennung dann richtig?

Vergleiche am besten, wie verschiedene Detektoren unter denselben Bedingungen auf dieselben Testgegenstände reagieren.

Achte dabei auf:

  • Wie deutlich und wiederholbar das Signal ist.
  • Wie stabil die Identifikation bleibt.
  • Ob das Gerät Eisen und andere Ziele gut unterscheiden kann.
  • Wie dicht beieinanderliegende Ziele verarbeitet werden.
  • Wie der Detektor auf den Boden reagiert.

Ein stabiles, verständliches System kann in der Praxis angenehmer sein als ein Detektor mit einer umfangreichen Identifikationsskala, die du noch nicht gut kennst.

9. Fünf Praxissituationen: Was verrät dir die Target ID wirklich?

Die folgenden Situationen sind illustrative Beispiele. Die Zahlen sind keine gemessenen Produktwerte und dienen ausschließlich dazu, das Signalverhalten zu verdeutlichen.

Situation 1. Eine stabile Zahl und ein klarer Ton

Du hörst bei jedem Schwenk ungefähr denselben Ton. Die ID bleibt innerhalb eines kleinen Bereichs.

Was bedeutet das? Wahrscheinlich handelt es sich um ein recht deutlich erkennbares Ziel. Ob es eine Münze oder Metallschrott ist, weißt du allerdings noch nicht.

Situation 2. Die Zahl springt ständig hin und her

Du siehst immer wieder unterschiedliche Werte und hörst ein wechselndes Signal.

Was bedeutet das? Möglicherweise liegt das Ziel tief, ist unregelmäßig geformt, von anderem Metall umgeben oder das Signal wird vom Boden beeinflusst. Eine genauere Beurteilung ist nötig.

Situation 3. Ein schönes Signal entpuppt sich als Aluminiumdeckel

Die Identifikation sah vielversprechend aus, aber nach sicherem und erlaubtem Graben zeigt sich ein moderner Gegenstand.

Was bedeutet das? Die Target ID gibt keine Gewissheit über die Art des Gegenstands. Auch Abfall kann einen stabilen Wert erzeugen.

Situation 4. Ein Signal verändert sich bei einer Vierteldrehung

Aus einer Richtung ist der Ton deutlich, aber aus einem anderen Winkel verändert er sich stark.

Was bedeutet das? Die Form oder Lage des Ziels, mehrere Metalle oder der Boden können eine Rolle spielen. Der Unterschied liefert nützliche Informationen, aber keine endgültige Identifikation.

Situation 5. Ein tief liegendes Ziel erzeugt kaum eine erkennbare Zahl

Du hörst gelegentlich einen schwachen, wiederholbaren Ton, während die Target ID kaum erscheint.

Was bedeutet das? Ein Detektor kann ein Signal manchmal akustisch hörbar machen, bevor eine zuverlässige numerische Identifikation möglich ist. Eine fehlende oder instabile Zahl schließt ein Metallziel nicht aus.

Sicheres Suchen bleibt wichtig

Eine Target ID sagt nichts über die Sicherheit eines Gegenstands aus. Vermutest du Munition oder einen Sprengkörper, berühre und bewege ihn nicht und halte Abstand. Rufe bei einem möglichen Sprengkörper in den Niederlanden die 112 an.

10. Praktische Übung: Erstelle deine eigene Target-ID-Übersicht

Eine der besten Möglichkeiten, die Zahlen deines Detektors kennenzulernen, ist das Üben mit Gegenständen, deren Art du bereits kennst.

Was brauchst du?

  • Deinen eigenen Metalldetektor.
  • Einige moderne Münzen.
  • Ein ungefährliches Stück Eisen, beispielsweise einen gewöhnlichen Nagel.
  • Einen Aluminiumgegenstand.
  • Gegebenenfalls einen Ring oder einen anderen bekannten Metallgegenstand.
  • Dein Smartphone oder ein Notizbuch.

So führst du die Übung durch

  1. Wähle einen sicheren Ort mit möglichst wenigen Störquellen.
  2. Lege die Gegenstände einzeln auf eine nichtmetallische Unterlage.
  3. Verwende ein Standardprogramm deines Detektors.
  4. Bewege die Suchspule in vergleichbarer Höhe über jeden Gegenstand.
  5. Notiere die Target ID und beschreibe den Ton.
  6. Wiederhole die Messung aus einer anderen Richtung und mit etwas größerem Abstand.
  7. Vergleiche die Unterschiede zwischen den Gegenständen.

Beispiel für eine persönliche Übersicht

Gegenstand Target ID Ton Anmerkung
Münze A Selbst messen Selbst notieren Programm und Abstand
Münze B Selbst messen Selbst notieren Programm und Abstand
Aluminium Selbst messen Selbst notieren Programm und Abstand
Eisennagel Selbst messen Selbst notieren Programm und Abstand

Dies ist keine offizielle Münzliste, sondern ein Hilfsmittel, um die Reaktionen deines eigenen Detektors kennenzulernen.

Denke daran, dass ein Lufttest nicht unbedingt dasselbe Ergebnis liefert wie die Suche im echten Boden.

Zusätzlicher Tipp für XP DEUS II und ICON

Erstelle deine Übersicht zunächst mit einem einzigen Standardprogramm. Vergleiche erst später andere Programme oder Audioeinstellungen. So kannst du besser beurteilen, welche Unterschiede vom Gerät und welche von den Einstellungen verursacht werden.

11. Fünf häufige Fehler bei der Beurteilung der Target ID

1. Glauben, dass eine hohe Zahl immer etwas Wertvolles bedeutet

Auch gewöhnlicher Metallschrott kann hohe Werte erzeugen. Der Detektor bestimmt weder den finanziellen noch den historischen Wert eines Gegenstands.

2. Alle schwankenden Zahlen ignorieren

Eine instabile Target ID kann verschiedene Ursachen haben, darunter Tiefe und andere Metalle in der Umgebung.

3. Zahlen verschiedener Marken vergleichen

Ein Wert auf einem XP-Detektor muss nicht dasselbe bedeuten wie auf einem Nokta, Quest oder Minelab.

4. Nur auf das Display schauen

Der Charakter des Tons und die Wiederholbarkeit sind mindestens genauso wichtig wie die Target ID.

5. Zu viel Diskriminierung verwenden

Wenn du ganze Zielbereiche ausschließt, kannst du auch interessante Gegenstände übersehen, die ähnliche Werte erzeugen.

Möchtest du weitere Anfängerfehler vermeiden? Dann lies die anderen Artikel in unserer Rubrik Einstieg in die Metallsuche.

Target ID verstehen: Die wichtigsten Erkenntnisse

  • Target ID ist ein Hinweis und keine genaue Gegenstandserkennung.
  • Ein hoher Wert bedeutet nicht automatisch einen wertvollen Fund.
  • Münzen, Schmuck und Abfall können sich überschneidende Werte erzeugen.
  • Tiefe, Boden, Lage und andere Metalle beeinflussen die Identifikation.
  • Die ID-Skalen unterscheiden sich je nach Marke und Detektor.
  • Höre auch auf den Ton und prüfe die Wiederholbarkeit des Signals.
  • Das Üben mit deinem eigenen Detektor ist nützlicher als blindes Vertrauen auf eine universelle Zahlenliste.

Häufig gestellte Fragen zu Target ID und VDI

Was bedeutet Target ID bei einem Metalldetektor?

Target ID ist ein numerischer Hinweis auf die Eigenschaften eines erkannten Metallziels. Die Zahl hilft bei der Signalbeurteilung, verrät aber nicht genau, welcher Gegenstand im Boden liegt.

Was bedeutet VDI beim Sondengehen?

VDI ist ein Begriff für die numerische Zielidentifikation. In der Praxis werden VDI und Target ID häufig für dieselbe Art von Information auf dem Detektordisplay verwendet.

Welche Target ID hat ein Goldring?

Für Gold gibt es keinen universellen Wert. Das Signal hängt unter anderem von Legierung, Größe, Form, Detektor und Einstellungen ab. Gold kann sich mit den Werten anderer Metalle überschneiden.

Welche Target ID hat eine Münze?

Das hängt von Metall, Abmessungen, Detektor und Suchbedingungen ab. Selbst verschiedene Münzen können sehr unterschiedliche Werte erzeugen.

Warum springt meine Target ID ständig hin und her?

Mögliche Ursachen sind ein tiefes oder schwaches Ziel, Bodenmineralisierung, mehrere Metalle dicht beieinander, die Lage des Gegenstands oder Störungen.

Bedeutet eine stabile Target ID, dass ich eine Münze gefunden habe?

Nein. Auch moderner Abfall kann ein sehr stabiles Signal erzeugen. Ein stabiler Wert zeigt vor allem, dass der Detektor unter diesen Bedingungen eine relativ gleichmäßige Identifikation liefert.

Kann ein tief liegendes Ziel eine falsche Target ID erzeugen?

Ja. Bei einem schwachen Signal kann die Identifikation weniger zuverlässig oder stabil sein. Auch Bodeneinflüsse spielen dabei eine Rolle.

Sind die Target-ID-Werte von XP und Nokta gleich?

Nein, nicht unbedingt. Die Marken und Modelle verwenden unterschiedliche Identifikationsskalen und Signalverarbeitung. Vergleiche Zahlen deshalb nicht direkt.

Sollte ich mich nur auf die Target ID meines XP DEUS II verlassen?

Nein. Der DEUS II liefert auch über Audio und andere Signaleigenschaften Informationen. Verwende die Target ID als Teil deiner Beurteilung und lerne die Signale deiner eigenen Suchprogramme kennen.

Kann ich die Target ID verwenden, um Eisen auszuschließen?

Viele Detektoren können bestimmte eisenartige Signale erkennen und diskriminieren. Das funktioniert nicht immer perfekt. Große Eisengegenstände und dicht beieinanderliegende Metalle können abweichende Identifikationen verursachen.

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Target ID ist nur ein Teil der Metallsuche. Auch Suchtiefe, Boden, Einstellungen und Suchspule beeinflussen, was du wahrnimmst.

Bedienungsanleitungen und technische Informationen

Für die genaue Funktionsweise von Target ID, Audioeinstellungen und Diskriminierung bei deinem Detektor ist die Bedienungsanleitung des Herstellers die wichtigste Quelle.

Die Beispiele möglicher Signale in diesem Artikel dienen zur Veranschaulichung. Tatsächliche Target-ID-Werte hängen vom jeweiligen Gerät, der Software, dem Suchprogramm, dem Ziel und den Bodenbedingungen ab.

Lerne, die Sprache deines Metalldetektors zu verstehen

Ein Metalldetektor verrät dir nicht genau, was unter der Erde liegt. Doch je besser du die Kombination aus Target ID, Ton und Wiederholbarkeit verstehst, desto bewusster kannst du Signale beurteilen.

Bei Detect Metaaldetectors helfen wir Anfängern und erfahrenen Sondengängern bei Fragen zu Einstellungen, Signalerkennung und beim Vergleich verschiedener Detektoren.

Als offizieller XP-Importeur für die Niederlande verfügen wir über umfangreiche Kenntnisse zu XP ICON, ICON X, DEUS II und anderen XP-Systemen. Darüber hinaus bieten wir verschiedene andere Marken an, damit du vergleichen kannst, was zu deiner Art der Suche passt.

Möchtest du die Unterschiede zwischen Detektoren selbst erleben? In unserem Showroom in Almelo kannst du verschiedene Modelle ansehen und vergleichen.

Detect Metaaldetectors – lerne nicht nur die Zahlen kennen, sondern vor allem die Geschichte hinter dem Signal.

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