DETECT WISSENSDATENBANK | EINSTIEG IN DIE METALLSUCHE
Einen Metalldetektor einzuschalten ist einfach. Aber wie benutzt du ihn richtig? Was bedeuten die Zahlen auf dem Display? Warum gibt dein Detektor manchmal Signale, obwohl du nichts findest? Und welche Einstellungen sind für Anfänger wirklich wichtig?
In diesem Ratgeber erfährst du Schritt für Schritt, wie ein Metalldetektor funktioniert, welche Einstellungen sinnvoll sind und wie du unterschiedliche Signale erkennst.
Die Grundlagen gelten für viele Modelle von XP, Nokta, Garrett, Quest, Minelab und anderen Herstellern. Als Beispiele verwenden wir unter anderem den XP ICON und XP DEUS II.
Metalldetektor benutzen: 6 einfache Schritte
- Schalte deinen Detektor ein und wähle ein geeignetes Suchprogramm.
- Prüfe die Einstellungen und achte auf einen stabilen Betrieb.
- Halte die Suchspule niedrig und schwenke gleichmäßig von links nach rechts.
- Achte auf die Tonsignale und die mögliche Ziel-ID auf dem Display.
- Überprüfe das Signal erneut und möglichst aus einer anderen Richtung.
- Orte den Gegenstand genau und grabe nur, wenn dies erlaubt und sicher ist.
1. Wie funktioniert ein Metalldetektor?
Ein Metalldetektor verwendet elektromagnetische Felder, um metallische Gegenstände zu erkennen. Die Suchspule erzeugt ein wechselndes Magnetfeld. Metallische Objekte beeinflussen die empfangenen Signale, die von der Elektronik ausgewertet werden.
Das Ergebnis hörst du als Ton oder siehst es auf dem Display.
Kann der Detektor erkennen, was im Boden liegt?
Nicht mit Sicherheit. Ein Metalldetektor bewertet elektrische und magnetische Eigenschaften, kann aber nicht zuverlässig zwischen einer Münze, einem Ring, einer Schnalle und einem Stück Aluminium unterscheiden.
Auch Größe, Form, Tiefe und Lage des Gegenstandes sowie die Bodenbeschaffenheit beeinflussen das Signal.
2. Den Metalldetektor zum ersten Mal einschalten
Bevor du loslegst, kontrolliere die Montage und passe den Detektor an deine Körpergröße an.
- Stelle das Gestänge auf eine angenehme Länge ein.
- Kontrolliere die Befestigung der Suchspule.
- Prüfe Kabel und Anschlüsse, falls vorhanden.
- Achte auf ausreichend Akkuladung oder Batteriekapazität.
- Prüfe die Verbindung deiner Funkkopfhörer.
Beim Einschalten solltest du die Suchspule von größeren Metallgegenständen fernhalten und die Anweisungen des Herstellers beachten.
Die richtige Länge des Gestänges
Du solltest aufrecht und entspannt gehen können, ohne deine Schulter anzuheben oder dich ständig vorzubeugen. Die Suchspule bewegt sich dabei knapp über dem Boden.
Wähle danach ein Standardprogramm und überprüfe, ob dein Detektor ruhig arbeitet.
Tipp von Detect: Verändere am Anfang nicht zu viele Einstellungen. Mit einem Standardprogramm lernst du deinen neuen Metalldetektor am einfachsten kennen.
3. Welches Suchprogramm solltest du wählen?
Moderne Metalldetektoren verfügen oft über mehrere Suchprogramme. Sie kombinieren verschiedene Einstellungen für bestimmte Bedingungen.
| Suchprogramm | Typische Verwendung |
|---|---|
| Allgemein | Vielseitige Suche auf verschiedenen Böden |
| Park | Bereiche mit modernem Metallschrott |
| Feld / Acker | Landwirtschaftliche Flächen, wo die Suche erlaubt ist |
| Strand | Sand und, bei geeigneten Geräten, nasser Salzwassersand |
| All Metal | Wenig oder keine Zielunterdrückung, je nach Modell |
Die Namen und Funktionen unterscheiden sich je nach Hersteller. Beginne mit dem Programm, das die Bedienungsanleitung für dein Suchgebiet empfiehlt.
4. Was bedeutet Empfindlichkeit (Sensitivity)?
Die Empfindlichkeit beeinflusst, wie stark der Detektor auf empfangene Signale reagiert.
Eine höhere Einstellung kann schwächere Signale erkennbar machen, führt bei schwierigen Bedingungen aber manchmal zu mehr Störungen und Fehlsignalen.
Sollte die Empfindlichkeit immer maximal sein?
Nein. Ein ruhiger, stabil arbeitender Detektor ist häufig hilfreicher als ein Gerät, das ständig unkontrolliert piept.
So stellst du die Empfindlichkeit ein
- Beginne mit der empfohlenen Standardeinstellung.
- Bewege die Suchspule über eine möglichst metallfreie Stelle.
- Achte auf unerklärliche Töne und Störungen.
- Prüfe mögliche Störquellen in der Umgebung.
- Reduziere bei Bedarf die Empfindlichkeit schrittweise.
- Suche mit einer möglichst stabilen Einstellung weiter.
Eine etwas niedrigere Empfindlichkeit kann unter schwierigen Bedingungen effektiver sein als eine unruhige maximale Einstellung.
5. Was bedeutet die Ziel-ID (Target ID / VDI)?
Viele Metalldetektoren zeigen eine Zahl an, wenn die Suchspule über einem metallischen Objekt bewegt wird. Diese Zahl wird Ziel-ID, Target ID oder VDI genannt.
Sie gibt eine Einschätzung der Eigenschaften des erkannten Gegenstandes, aber keine sichere Identifizierung.
Bedeutet eine hohe Zahl einen wertvollen Fund?
Nein. Aluminium, Münzen und andere Gegenstände können ähnliche Werte erzeugen. Außerdem unterscheiden sich die Zahlenskalen zwischen den Herstellern.
Warum springt die Ziel-ID?
- Das Objekt liegt relativ tief.
- Mehrere Metallgegenstände befinden sich dicht beieinander.
- Die Mineralisierung des Bodens beeinflusst das Signal.
- Das Objekt liegt schräg oder hat eine unregelmäßige Form.
- Elektronische Störungen beeinflussen die Messung.
Übung: Teste eine Münze, einen Ring und ein sicheres Eisenstück. Vergleiche Ton und Ziel-ID aus unterschiedlichen Abständen und Richtungen.
6. Wie erkennst du die Tonsignale?
Der Ton ist mindestens genauso wichtig wie das Display. Viele erfahrene Sondengänger hören zuerst auf das Signal und betrachten danach die Ziel-ID.
Je nach Modell und Suchprogramm können unterschiedliche Tonhöhen verschiedene Zielkategorien anzeigen.
Was ist ein gutes Signal?
Ein interessantes Signal ist häufig deutlich, örtlich begrenzt und wiederholbar. Aber auch Schrott kann sehr klar klingen, während ein kleines oder tiefes Fundstück manchmal nur ein schwaches Signal erzeugt.
Achte besonders auf:
- Tonhöhe: Ist das Signal tief, mittel oder hoch?
- Wiederholbarkeit: Kommt es beim nächsten Schwenk erneut?
- Position: Tritt es immer an derselben Stelle auf?
Vergleiche die Signale regelmäßig mit den tatsächlich gefundenen Gegenständen.
7. Was macht die Diskriminierung?
Mit der Diskriminierung kannst du bestimmte Zielkategorien unterdrücken oder ihre Anzeige verändern.
Auf Flächen mit vielen Eisennägeln und Schrauben kann dies das Suchen angenehmer machen.
Warum nicht einfach alle unerwünschten Metalle ausblenden?
Weil sich verschiedene Metalle und Gegenstände in ihren Messwerten überschneiden können. Bei zu starker Diskriminierung werden möglicherweise auch interessante Ziele unterdrückt.
Beginne deshalb mit der Diskriminierung des empfohlenen Standardprogramms und ändere sie erst, wenn du ihre Wirkung verstehst.
8. Bodenabgleich und Störungsunterdrückung
Diese beiden Funktionen werden häufig verwechselt, obwohl sie unterschiedliche Aufgaben haben.
Bodenabgleich (Ground Balance)
Mineralien im Boden können auf das elektromagnetische Feld reagieren. Der Bodenabgleich hilft dem Detektor, diese Einflüsse besser zu berücksichtigen.
Je nach Modell erfolgt er automatisch, manuell oder über eine spezielle Einstellprozedur.
Störungsunterdrückung (Noise Cancel)
Elektrische Anlagen, andere Detektoren und elektromagnetische Quellen können Störungen verursachen. Eine Noise-Cancel- oder Frequenzverschiebungsfunktion kann helfen, die Interferenz zu reduzieren.
| Einstellung | Hilft bei |
|---|---|
| Bodenabgleich | Einflüssen der Bodenmineralisierung |
| Störungsunterdrückung | Elektromagnetischer Interferenz |
Nicht jeder Detektor benötigt beide Einstellungen manuell. Befolge die Anweisungen für dein Modell.
9. Die richtige Schwenktechnik
Die Suchtechnik beeinflusst entscheidend, wie gründlich du ein Gelände absuchst.
Suchspule parallel zum Boden
Führe die Spule gleichmäßig von links nach rechts. Halte sie möglichst parallel und mit gleichbleibendem geringem Abstand zum Boden.
Vermeide es, die Spule an den Enden der Bewegung nach oben zu ziehen.
Suchbahnen überlappen lassen
Gehe langsam vorwärts und lasse die einzelnen Schwenkbahnen etwas überlappen. Dadurch überspringst du weniger Fläche.
Wie schnell sollte man schwenken?
Das hängt vom Gerät und Suchprogramm ab. Für Anfänger ist eine gleichmäßige, kontrollierte Bewegung ein guter Ausgangspunkt.
Vier praktische Tipps: Spule niedrig halten, gleichmäßig schwenken, Suchbahnen überlappen und Signale aus mehreren Richtungen prüfen.
10. Wie kontrollierst und ortest du ein Signal?
Wenn du ein Signal hörst, schwenke mehrmals über dieselbe Stelle. Prüfe anschließend nach Möglichkeit aus einer anderen Richtung.
Pinpoint-Funktion verwenden
Viele Metalldetektoren besitzen einen Pinpoint-Modus, mit dem sich die Position eines Metallobjekts genauer bestimmen lässt.
Die Bedienung ist je nach Modell unterschiedlich. Bei manchen Geräten hältst du eine Taste gedrückt, bei anderen aktivierst du einen separaten Modus.
Wozu dient ein Hand-Pinpointer?
Ein Hand-Pinpointer hilft, ein ungefährliches Metallobjekt in bereits vorsichtig ausgehobener Erde oder im Loch genauer zu lokalisieren.
Der wiederaufladbare XP MI-6 kann beispielsweise eigenständig verwendet und mit kompatiblen XP-Systemen kabellos verbunden werden.
Sicherheit: Grabe nur dort, wo es erlaubt ist. Vermutest du Munition oder einen Sprengkörper, berühre oder bewege den Gegenstand nicht. Halte Abstand und informiere die zuständigen Behörden. Bei unmittelbarer Gefahr in den Niederlanden: 112.
11. Warum gibt mein Metalldetektor Fehlsignale?
Ein Detektor, der ohne erkennbaren Fund piept, muss nicht defekt sein. Häufig verursachen elektromagnetische Störungen, Bodeneinflüsse oder ungeeignete Einstellungen das Problem.
Das kannst du kontrollieren
- Prüfe die Umgebung auf Metallzäune, Fahrzeuge oder elektrische Anlagen.
- Kontrolliere die Befestigung und den Zustand der Suchspule.
- Prüfe Kabel und Steckverbindungen, falls vorhanden.
- Führe gegebenenfalls eine Störungsunterdrückung aus.
- Wähle erneut ein geeignetes Standardprogramm.
- Reduziere bei Bedarf schrittweise die Empfindlichkeit.
- Kontrolliere den Bodenabgleich nach Herstellerangaben.
Auch Metallteile an deinen Schuhen, dein Spaten oder andere Gegenstände an der Ausrüstung können Signale auslösen, wenn sie der Suchspule zu nahe kommen.
Bleibt das Gerät auffällig instabil, wende dich an deinen Händler oder den technischen Support.
12. Beispiele: XP ICON und XP DEUS II
Die Grundprinzipien sind bei vielen Metalldetektoren ähnlich. Bedienung und Einstellmöglichkeiten unterscheiden sich jedoch je nach Modell.
EINFACHER EINSTIEG
XP ICON und ICON X
Die XP ICON-Serie verbindet moderne FMF-Multifrequenztechnologie mit zugänglicher Bedienung und voreingestellten Suchprogrammen.
Interessant für Sucher, die einen leichten, vielseitigen Detektor möchten und nicht sofort zahlreiche Einstellungen verändern wollen.
VIELE EINSTELLMÖGLICHKEITEN
XP DEUS II
Der XP DEUS II bietet FMF-Technologie, verschiedene Suchprogramme und umfangreiche Einstellungen für Audio, Diskriminierung, Reaktivität und Bodenabgleich.
Du kannst mit einem Standardprogramm beginnen und dich später ausführlicher mit den Funktionen beschäftigen.
Was bedeutet Reaktivität (Reactivity)?
Die Reaktivität beeinflusst, wie schnell der Detektor aufeinanderfolgende Ziele verarbeitet und voneinander trennt.
Bei dicht beieinanderliegenden Metallobjekten kann eine höhere Reaktivität hilfreich sein. Allerdings ist ein hoher Wert nicht immer besser und kann das Signalverhalten sowie die Erkennung bestimmter tiefer Ziele beeinflussen.
Beginne deshalb mit der Standardreaktivität des gewählten Programms.
Welche XP eignet sich für Anfänger? Wer eine besonders übersichtliche Bedienung bevorzugt, kann die ICON-Serie vergleichen. Wer umfangreiche Einstellungen wichtig findet, kann sich den DEUS II ansehen.
13. Praktische Übung: Lerne deinen Detektor in 15 Minuten kennen
Schon eine kurze Übung kann dir helfen, die wichtigsten Signale besser zu verstehen.
- Wähle einen sicheren Ort. Achte auf möglichst wenig Metall und Störungen in der Umgebung.
- Lege bekannte Gegenstände bereit. Beispielsweise eine Münze, einen Ring und ein sicheres Eisenstück, jeweils auf eine nichtmetallische Unterlage.
- Wähle ein Standardprogramm. Verwende zunächst keine komplizierten Einstellungen.
- Schwenke über jedes Objekt. Höre auf den Ton und halte den Abstand möglichst gleich.
- Beobachte die Ziel-ID. Notiere die ungefähr angezeigten Werte.
- Verändere den Abstand. Achte darauf, ob sich Klang und Anzeige verändern.
- Wiederhole die Übung. Versuche, Gegenstände zuerst am Signal zu erkennen.
Ein Test oberhalb des Bodens kann echte Bodenbedingungen nicht vollständig simulieren. Er ist aber eine gute erste Übung.
Tipp von Detect: Notiere drei Dinge, die du gelernt hast. Zum Beispiel die Reaktion auf Eisen, den Einfluss des Abstands oder Unterschiede zwischen den Signaltönen.
Die wichtigsten Einstellungen im Überblick
| Begriff | Bedeutung |
|---|---|
| Search Mode | Suchprogramm mit abgestimmten Einstellungen |
| Sensitivity | Empfindlichkeit für empfangene Signale |
| Target ID / VDI | Numerische Einschätzung eines Metallziels |
| Discrimination | Unterdrückung oder Veränderung bestimmter Zielsignale |
| Ground Balance | Anpassung an die Bodenmineralisierung |
| Noise Cancel | Verringerung elektromagnetischer Störungen |
| Reactivity | Verarbeitung schnell aufeinanderfolgender Zielsignale |
| Pinpoint | Genauere Bestimmung der Zielposition |
Häufige Fragen zur Bedienung von Metalldetektoren
Wie funktioniert ein Metalldetektor für Anfänger?
Er nutzt elektromagnetische Felder zur Erkennung metallischer Gegenstände. Du bewegst die Suchspule über den Boden und erhältst bei einem Ziel ein Tonsignal oder eine Displayanzeige.
Welche Einstellungen sind für Anfänger am besten?
Ein passendes Standardprogramm mit den empfohlenen Werten des Herstellers ist meist der beste Ausgangspunkt.
Wie hoch sollte die Empfindlichkeit eingestellt sein?
So, dass der Detektor möglichst stabil arbeitet. Die höchste Einstellung ist nicht immer optimal.
Was bedeutet Target ID?
Eine Zahl zur Einschätzung der Eigenschaften eines Metallziels, nicht zur sicheren Identifizierung des Gegenstandes.
Warum piept der Detektor ohne Fund?
Mögliche Ursachen sind elektromagnetische Störung, mineralisierter Boden, nahe Metallgegenstände oder ungeeignete Einstellungen.
Was ist der Unterschied zwischen Diskriminierung und Bodenabgleich?
Diskriminierung beeinflusst Zielsignale. Bodenabgleich hilft dem Detektor, die Einflüsse des Bodens zu verarbeiten.
Muss man die Suchspule schnell bewegen?
Nicht unbedingt. Die richtige Geschwindigkeit hängt vom Modell und Suchprogramm ab. Eine ruhige, gleichmäßige Bewegung ist ein guter Start.
Ist der XP ICON für Anfänger geeignet?
Ja, er bietet zugängliche Bedienung, Standardprogramme und moderne FMF-Technologie.
Kann man als Anfänger mit dem XP DEUS II suchen?
Ja. Beginne mit einem Standardprogramm und lerne die erweiterten Einstellungen später kennen.
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Als offizieller XP-Importeur für die Niederlande verfügen wir über umfangreiche Erfahrung mit XP ICON, ICON X und DEUS II. Auch andere Marken wie Nokta, Garrett und Quest gehören zu unserem Sortiment.
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